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Klassikwelt Bodensee

Friedrichshafen

Bodenseekreis Oldtimer-Flair in drei Dimensionen

01.06.2010
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Friedrichshafen – „Ein Brückenschlag in der Historie“, wie es Messe-Chef Klaus Wellmann in der gestrigen Pressekonferenz formuliert hat, lädt ein zur dritten Auflage: Am Donnerstag öffnen die Messe „Klassikwelt Bodensee“ und die parallel stattfindende Expo über nachhaltige Mobilität, „the electric avenue“ (siehe Artikel auf dieser Seite), ihre Pforten auf dem Friedrichshafener Messegelände. Gezeigt werden, wie in den Vorjahren, Oldtimer zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Eine Kombination, die in ihrer Darstellung der historischen Mobilität in drei Dimensionen laut Wellmann „einzigartig ist in Europa“. Tatsache ist jedenfalls: Bereits bei ihrer Premiere in 2008 strömten 38 000 Besucher zur Klassikwelt, und im vergangenen Jahr hatte sie sich – bei 380 Ausstellern auf 80 000 Quadratmetern – als Oldtimer-Leitmesse Nummer drei in Deutschland etabliert, nach der „Techno Classica“ in Essen und der „Retro Classics“ in Stuttgart.

Was die großen Messen in Essen und Stuttgart aber nicht bieten, hat die „Klassikwelt Bodensee“ exklusiv: Mit den Oldtimer-Flugschauen am benachbarten Flughafen und der Parade klassischer Schiffe am Friedrichshafener Ufer ist sie ein fröhliches Event, das alle Bereiche des Themas gleichermaßen abdeckt, gewissermaßen historische Mobilität „all inklusive“.

Trotz Wirtschaftskrise: Die Oldtimer-Szene zeigt sich unbeeindruckt. Und so kann auch die „Klassikwelt Bodensee“ im dritten Jahr in Folge zulegen. 405 Aussteller haben sich für dieses Jahr angemeldet, ein Plus von sechs Prozent. Die Ausstellungsfläche wächst auf 85 000 Quadratmeter plus das Freigelände im Inneren, das sich mit den Oldtimern der anreisenden Besucher füllen wird – ein „privates“ Freilichtmuseum. Was diese Zahlen bedeuten, weiß Klassikwelt-Projektleiter Roland Bosch, der die Leitung der Messe von Berthold Porath übernommen hat, der wiederum als Direktor zum Dornier-Museum gewechselt war: Erstmals belegt die Klassikwelt das gesamte Messegelände, inklusive des neuen Ost-Bereiches.

Der Autosalon mit exklusiven Exponaten und der Vorkriegs-Schau „Belle Epoque“ wechselt von der Halle A1 in diesem Jahr in die Hallen A7 und B5. Erstmals werden sich dort auch Hersteller präsentieren: Mercedes und Audi in A7 und Opel und Alfa in B5.

Automobile Träume gibt es im Foyer Ost zu bestaunen: Bugattis aus der weltberühmten Kollektion Schlumpf aus Mulhouse im Elsaß. Am Samstagabend röhrt wieder die Oldtimer-Parade durch die abgesperrte Häfler Innenstadt – rund 140 Klassiker, der älteste Baujahr 1904 –, und neben den zahlreichen Clubs, einem üppigen Teilemarkt, dem aus den Vorjahren beliebten Dekra-Messerundkurs für historische Rennfahrzeuge und einem bunten Rahmenprogramm lockt in diesem Jahr ein neues, weithin unbekanntes Thema: Historische Dampfautos. Reinhard Kloser, begeisterter Dampfauto-Sammler aus Vorarlberg, hat sechs Besitzer von Dampfmobilen aus Holland und England samt ihren Schätzen auf die Messe organisiert, ins Foyer Ost.

Kommentar, Seite 20

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