Bodenseekreis Obst verliert zunehmend Freunde
„Wir haben gegen den Trend mehrere Aktionen laufen, so das erfolgreiche Schulfruchtprogramm und die neue bundesweite Kampagne Deutschland – mein Garten“.
Petra Rathgeber, Projektleiterin bei der Messe Friedrichshafen, erläuterte gestern mit Stolz, dass sich in den beiden Messen Fruchtwelt und Agrarwelt im Doppelpack 335 Aussteller aus 13 Nationen präsentieren. „Damit haben wir ein neues Spitzenniveau erreicht“, stellte sie erfreut fest. Das Ausstellerplus von fünf Prozent unterstreiche die Bedeutung dieses Branchentreffs am Bodensee, der sich immer mehr zu einem Pflichttermin für Europas Obstbauern und Landwirte entwickle, sagte sie. Zu einer wesentlichen Bereicherung des Friedrichshafener Messeangebots führt zudem die Integration der 35. Bodensee-Obstbautage mit internationalen Fachvorträgen und Diskussionsrunden.
Einen agrarpolitischen Schwerpunkt stelle die Eröffnung der Messen dar, zu der auch der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Michael Bonde erwartet werde. Ein Novum sei, dass die Eröffnung im Foyer West stattfinde. „Fast im Besucherstrom sucht die Eröffnungsveranstaltung damit die unmittelbare Nähe zum pulsierenden Messebetrieb“, unterstrich Petra Rathgeber. Eugen Setz und Egon Treyer von der Marktgemeinschaft Bodenseeobst ergänzten: „Mit dem Rahmenprogramm treffen wir aktuelle Themen, wie Auswirkungen eines freien Welthandels, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit, und darf es noch etwas Bio sein.“
Das Thema Bio sei heute bei einer mehrtägigen Fachveranstaltung zum Obstanbau nicht mehr wegzudenken, hob Eugen Setz hervor. Die Obstregion Bodensee als deutschlandweit mit über 40 Prozent größter Anbieterin von Bio-Äpfeln ziehe daraus immer größere Anerkennung bei den sensiblen Verbrauchern in Deutschland.
Bedingt durch die thematischen Überschneidungen stelle die Parallelmesse Agrarwelt eine gute Ergänzung zur Fruchtwelt dar, sagte Petra Rathgeber. Im Mittelpunkt ständen Themen wie Bio- und Windenergie, regionale Kulturlandschaft und Agrartechnik. Das Rahmenprogramm beschäftige sich mit gesamtstrategischer Unternehmensberatung und bringe mehrere Vorträge zu diesem Bereich.
Auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Obst wies in dem Branchengespräch Ökotrophologin Andrea Wiedemann vom Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben hin. Wiedemann: „Wer regelmäßig unterschiedliches Obst ist, kann seinem Köper ein breites Spektrum an Nährstoffen zuführen.“
Am Messesonntag, 26. Februar, um 11 Uhr im Raum Liechtenstein informiert Andrea Wiedemann die Besucher über das fruchtige Obstvergnügen und bietet außerdem eine Smoothie-Verkostung an. Die Fachfrau plädiert für eine eigene Zubereitung: „Wenn noch Früchte vom Sommer eingefroren sind oder überreifes Obst in der Schale liegt, lässt sich mit wenigen Handgriffen ein wohlschmeckender Vitamincocktail mixen.“
