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Bodenseekreis Kreuzchen im Impfbuch kann Leben retten

Masern sollen auch in Deutschland ausgerottet werden. Das Gesundheitsamt des Bodenseekreises weist daher auf die Bedeutung von Impfungen hin.

Bodenseekreis (lwi) Die Europäische Impfwoche vom 24. bis 30. April steht in diesem Jahr unter dem Motto „Impfungen wirken“. Sie soll laut Mitteilung des Landratsamts das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen stärken. Das Gesundheitsamt des Bodenseekreises weist darauf hin, dass Impfungen entscheidend für die Vorbeugung von Infektionskrankheiten und den Schutz von Menschenleben sind. Jeder solle sein Impfbuch regelmäßig auf fehlende Impfungen überprüfen lassen.

Die USA gelten als frei von Masern, doch in Deutschland ist die Krankheit noch nicht ausgerottet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden vergangenes Jahr 326 Masernfälle übermittelt. Masern sind hoch ansteckend und können lebensbedrohliche Komplikationen auslösen. Um die Krankheit auszurotten, müssen mehr als 95 Prozent der Menschen gegen Masern immun sein, heißt es in der Mitteilung des Landratsamts weiter. Dies wird durch zwei Masernimpfungen erreicht. Im Bodenseekreis waren im vergangenen Jahr laut der Erhebung der Einschulungsuntersuchung nur 84,4 Prozent der Kinder ein zweites Mal gegen Masern geimpft. Das sind deutlich weniger als für die Ausrottung erforderlich. Die Erkrankung tritt zunehmend auch im Jugend- und Erwachsenenalter auf.

"Nach 1970 geborene Erwachsene sollten ihren Schutz gegen Masern, Mumps und Röteln überprüfen und sich gegebenenfalls impfen lassen", sagt Robert Schwarz vom Landratsamt Bodenseekreis. Er erklärt außerdem, dass jährlich von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts ein Impfkalender herausgegeben werde, der die allgemeinen Impfempfehlungen enthalte. Der Kalender für Kinder und Jugendliche umfasse Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Polio, Hepatitis B, Pneumokokken, Rotaviren, Meningokokken C, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken, so Schwarz. Jugendlichen Mädchen werde zudem die Impfung gegen humane Papillomviren empfohlen, die nachgewiesenermaßen Gebärmutterhalskrebs verhindern kann. Den Impfkalender findet man auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts. Für Fragen zu Impfungen steht das Gesundheitsamt zur Verfügung. Telefon: 07 54 1/2 04 58 41

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