Es gibt auch gute Nachrichten in wirtschaftlich schlechten Zeiten: Die zweite Auflage der Messe Klassikwelt Bodensee wird mit derzeit 415 Ausstellern aus zehn Nationen um 25 Prozent größer sein als die Premierenmesse 2008. Gezeigt und vorgeführt werden vom 21. bis 24. Mai Oldtimer zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Friedrichshafen/Romanshorn – Sie sollte die Erinnerungen der Besucher an frühere Jahre wecken, sie sollte Gefühle und Leidenschaften anfachen, sie sollte lebendig aus früheren Jahrzehnten in die Jetztzeit hineinführen. Das alles stellten sich die Macher der Messe Friedrichshafen vor, als sie die erste Klassikwelt als Messe-Event für Oldtimer und Youngtimer zu Lande, zu Wasser und in der Luft aus der Taufe hoben. Der erste Anlauf gelang. Und das Interesse der Aussteller bei der Neuauflage vom 21. bis 24. Mai auf dem Messegelände, dem Flughafen, der Altstadt und am Bodenseeufer zeigt, dass das Konzept aufzugehen scheint.
Erste Eindrücke von der Klassikwelt Bodensee 2009 schilderten Messe-Chef Klaus Wellmann und Projektleiter Berthold Porath im Schweizerischen Romanshorn. Der Ort war gut gewählt. Erst vor kurzer Zeit wurde dort die neue Autoerlebniswelt „autobau“ eröffnet, eine faszinierende Schau automobiler Prunkstücke. Einige davon werden auch auf der Klassikwelt zu bewundern sein.
Nach Überzeugung von Klaus Wellmann passt die Oldtimermesse Klassikwelt Bodensee ganz hervorragend an den Standort Friedrichshafen und Bodensee. Der Pioniergeist von Erfindern, die die Bewegung im Blick hatten, ist hier gegeben. „Und auch heute sehen wir überall um uns Bewegung.“ Projektleiter Porath räumte ein, dass es im vergangenen Herbst, zu Beginn der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise, nicht gut aussah. „Doch heute sind die Hallen voll, wir haben über 400 Aussteller und belegen 80 000 Quadratmeter Fläche.
“ Für die deutliche Steigerung bei den Ausstellern sorgen vor allem mehr klassische Automobilhändler aus der Oldtimerszene. Außerdem rechnen sich mehr Anbieter von Ersatzteilen auf der Klassikwelt Chancen aus.
Die meisten Ausstellungsstücke sind nicht nur in den Hallen zu bewundern, sondern auch auf dem Wasser oder in der Luft in Aktion zu sehen. Auf dem Messegelände werden historische Rennfahrzeuge und Motorräder bewegt. Am Samstag, 23. Mai, werden wieder mehr als 20 000 Zuschauer in der Friedrichshafener Innenstadt erwartet, wenn ab 19 Uhr über 100 historische Fahrzeuge zur Klassiker-Parade ein rollendes Museum bilden.
Täglich findet ab 13.30 Uhr eine Luftschau auf dem an das Messegelände angrenzenden Flughafen statt. Außerdem gibt es von Donnerstag bis Samstag täglich um 15.30 Uhr eine Dampfboot-Parade. Den Abschluss in der Kategorie historische Schifffahrt bildet am Sonntag ein Dampfboot-Rennen auf dem Bodensee.
Unter dem nicht leicht zu merkenden Namen „the electric avenue“ werden alternative Antriebe vorgestellt. Bei diesem Ereignis in der Halle A2 stehen Autos und Zweiräder sowie Schiffe und Flugzeuge mit elektrischen Antrieben im Mittelpunkt.