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Bodenseekreis Keine Angst vor weißer Leinwand

Susanne Färber und Cyra Maximiliane Creutzfeldt stellen noch bis 30. Oktober in der Galerie Gunzoburg aus

Cyra Maximiliane Creutzfeldt (rechts) und Susanne Färber stellen derzeit in der Galerie Gunzoburg aus.
Cyra Maximiliane Creutzfeldt (rechts) und Susanne Färber stellen derzeit in der Galerie Gunzoburg aus. | Bild: Bild: Bast

Überlingen (emb) Malerin Susanne Färber und Keramikerin Cyra Maximiliane Creutzfeldt stellen gemeinsam in der Galerie des Internationalen Bodenseeclubs (IBC), der Überlinger „Gunzoburg“, ihre Werke aus. Die Schau dauert noch bis zum 30. Oktober.

Wenn sie sich an die Arbeit mache, dann habe sie meistens schon eine Idee, ein Vorhaben im Kopf, sagt Malerin Susanne Färber im Vernissage-Gespräch. „Die Angst vor der weißen Leinwand kenne ich eigentlich nicht.“ Zu schnell fülle sich der Malgrund mit Farbe, zu schnell würden die Ideen auf der Leinwand sichtbar. Die Anregungen für ihre Werke hole sie sich meist aus der Natur, sagt Färber. In einem zerbrochenen Stein, einem am Boden liegenden Ast, in so vielen Dingen könne der Anreiz verborgen sein, das Fundstück bildnerisch weiterzuentwickeln. „Und dann fange ich an, zu experimentieren“, erklärt die Künstlerin. Bei vielen ihrer Werke spiele das Haptische eine große Rolle: Zum Beispiel, wenn sie Papier mit besonderer Struktur auf Leinwand aufbringt und sich so der Kunstform der Collage bedient.

Auch für Cyra Maximiliane Creutzfeldt ist das Haptische sehr wichtig. Bevor sie an die Umsetzung geht, wird die Idee für das Kunstwerk allerdings erst vielfach verwandelt. „Ich gehe lange schwanger mit einer Idee, und bis ich sie in Ton umsetze und damit sichtbar mache, hat sie sich sehr oft verändert“, erklärt die Künstlerin. Am Anfang der tatsächlichen Arbeit, der Umsetzung der Idee in die Gestalt, stehe dann zunächst die Entscheidung für das Material. Welcher Ton soll es sein? Grob oder fein? Welche Farbe soll das Material haben? Soll das Werk am Ende glasiert werden, oder Naturbelassen bleiben? Wird es dem Feuer ausgesetzt, oder bleibt es ungebrannt? All diese Details prägen das Werk ganz wesentlich. Und damit wird das Material für Creutzfeldt zum wichtigen Teil des künstlerischen Ausdrucks.

Die Ausstellung ist noch bis 30. Oktober in der Galerie Gunzoburg, Aufkircher Straße 3, Überlingen, zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14 Uhr bis 18 Uhr. Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr.

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