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Immenstaad Isolde Riede neu im Kreisvorstand

02.12.2011
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Die Nachwahl eines Vorstandsmitglieds ist im Mittelpunkt der Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im Ratskeller in Immenstaad gestanden. Matthias Klemm hatte bereits im Frühjahr seinen Rücktritt angekündigt.

„Ich muss meine ehrenamtlichen Engagements zurückfahren und es sind definitiv rein private Gründe, dass ich von diesem Amt zurücktrete. Den Vorsitz im Ortsverband Friedrichshafen werde ich beibehalten“, gab Matthias Klemm eine Erklärung ab.

Er betonte, dass ihm sein Amt viel Freude bereitet habe und sich auch persönlichen Freundschaften ergeben hätten. „Wir können mit dem zufrieden sein, was wir in diesem Jahr im Bodenseekreis erreicht haben“, zog Klemm Bilanz. Grün werde im Bodenseekreis deutlich stärker, die Mitgliederzahl sei seit 2009 um 43 auf 163 gestiegen, die Partei stelle den Ministerpräsidenten, mit Martin Hahn komme ein Landtagsabgeordneter aus dem Bodenseekreis „und wir schafften ein nicht gedachtes Ergebnis bei der Volksabstimmung“.

Einzige Bewerberin um den freien Vorstandsposten war Isolde Riede aus Überlingen. Die 55-jährige Privatdozentin und Heilpraktikerin ist seit einem Jahr bei den Grünen in Überlingen aktiv. Sie kündigte an, bei ihrer Wahl in den Kreisvorstand ihre Position als Ortsvorsitzende in Überlingen abzugeben. Riede wurde mit 27 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung in den Vorstand gewählt.

Alexander Gaus gab einen detaillierten Überblick über das Berichtsjahr 2010 und das laufende Jahr. Zu den Höhepunkten zählten demnach der Wahlkampf und die Landtagswahl mit dem Politikwechsel im Land, dem neuen grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und „einer CDU, die nach 58 Jahren auf den Oppositionsbänken Platz nehmen musste.“ Zahlreiche Kreismitgliederversammlungen, die Landesdeligiertenkonferenz in Aalen mit dem Thema Bürgerbeteiligung und der Bundesdelegiertenkongress in Kiel unter dem Motto „Demokratie und Zukunft Europas“ bestimmten die Arbeit der Mitglieder.

Der Wahlkampf und die Kampagne zur Volksabstimmung Stuttgart 21 waren die jüngsten Aktivitäten. „Es ist ernüchternd, dass wir es nicht geschafft haben, S 21 zu stoppen, aber es ist ein Gewinn für die direkte Demokratie“, zog Alexander Gaus als Fazit. Das Quorum müsse reduziert werden und es müsse mehr Volksbefragungen geben. Ein Mitglied stellte fest: Die Gegenseite hahe sich auf einige wenige einfache Argumente gestützt und „wir haben mit sehr vielen Details gearbeitet, die in der Summe schwerer zu verstehen waren“. Man solle sich künftig auf wenige Fakten beschränken. Einige Mitglieder stellten Volksbefragungen gar in Frage: „Ich weiß nicht, ob es das Richtige ist, was die Mehrheit will.“ Matthias Klemm meinte, von Beifall begleitet: „Direkte Demokratie ist ein Wagnis, aber es ist ein großer Erfolg für die Demokratie.“

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