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Bodenseekreis Invasion in den See kaum zu stoppen

04.08.2010


Freunde des Instituts für Seenforschung tagen und beklagen Zunahme neuer Arten

Langenargen (vge) „Exotische Tier- und Pflanzenarten aus aller Welt erobern Deutschland in einer beeindruckenden Fülle und Geschwindigkeit. Sie machen auch vor dem Bodensee nicht Halt.“ Dies stellte Institutsleiter Heinz Gerd Schröder in der Jahresversammlung des Vereins der Freunde des Instituts für Seenforschung und des Bodensees in Langenargen fest.

Neueste „Errungenschaft“ sei eine Süßwasser-Garnelenart, die Biologen der Universität Konstanz im See entdeckt hätten, über die man aber noch nichts Genaues wisse, berichtete Schröder, der den Vereinsmitgliedern eine ganze Palette von „Neuankömmlingen“ vorstellte. Nach der Invasion einer Dreikantmuschel seien weitere Arten in den See eingewandert, so der Große Höckerflohkrebs, die Schwebegarnele, die Körbchenmuschel und der Aufrechte Flohkrebs. „Diese wohlklingenden Namen lassen nicht vermuten, dass es sich teils um Tiere handelt, die bereits in anderen Gewässern große ökologische Schäden verursacht haben“, betonte Schröder.

Der Vereinsvorsitzende und CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Müller wies darauf hin, dass man im Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Haus am Gondelhafen besonders aktiv sei und für rund 10 000 Euro neben Werbematerial vor allem in eine Visualisierung der Messdaten von der Messplattform, die in der Langenargener Flachwasserzone stehe und wichtige Daten übertrage, investiert habe. „Diese Daten sind sowohl für Segler als auch für Feriengäste interessant“, sagte der stellvertretende Institutsleiter Herbert Löffler, der die Anlage betreut.

Einstimmig wählten die Mitglieder Ulrich Müller wieder zum Vorsitzenden, Christine Moll zur Geschäftsführerin, weiter Andreas Göppinger (Besatzkommission), Bürgermeister Rolf Müller und Heinz Ehmann (Thurgau). Neu im Vorstand ist Wilhelm Dittmann, Seniorchef der Bodan-Werft.

Den Abschluss des Abends bildete eine Weinprobe unter dem Motto „Bodensee und Wein“ mit Jürgen Dietrich vom Staatsweingut Meersburg.

Kontakt zum Verein per E-Mail:

christine.moll@lubw.bwl.de

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