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Feldkirch/Friedrichshafen Intersky: Insolvenzverfahren beginnt am Donnerstag

Am Donnerstag steht der erste Termin am Landesgericht in Feldkirch (Vorarlberg) an: Rund 2400 Gläubiger haben nach dem Aus der Fluglinie Intersky Forderungen eingereicht.

Im November kam das Aus für die Fluglinie Intersky – für viele Kunden völlig überraschend. Nun wird sich das Landesgericht in Feldkirch mit dem Insolvenzverfahren beschäftigen. Am Donnerstagmorgen wird es einen ersten Termin geben, der allerdings nur für fünf Minuten anberaumt ist. Das bestätigte Gerichtssprecher Norbert Stütler.

Insgesamt haben rund 2400 Gläubiger ihre Forderungen gegenüber der Intersky Luftfahrt GmbH bei Gericht eingereicht. Entgegen anders lautender Medienberichte hat das Landesgericht allerdings keine Messehalle angemietet. „Das stand nie zur Debatte“, stellt Norbert Stütler klar. Wie hoch die Forderungen insgesamt sind, ist noch ungewiss, bestätigt der Insolvenzverwalter Lukas Pfefferkorn aus Dornbirn. „Eine Gesamtsumme kann ich noch nicht nennen“, erklärt Pfefferkorn.

 

Höhe der Entschädigungsquote offen

Bei dem ersten Gerichtstermin am Donnerstag wird er einen schriftlichen Bericht vortragen. Zudem wird geprüft, ob die vorliegenden Forderungen berechtigt sind oder nicht. „Wenn es Gläubiger gibt, die unberechtigte Forderungen gestellt haben, so werden diese dann nachträglich darüber schriftlich informiert“, erläutert der Insolvenzverwalter. Er geht davon aus, dass zu dem Gerichtstermin lediglich Vertreter der drei österreichischen Gläubigerverbände erscheinen werden. Auch Spekulationen über die Höhe der Entschädigungen tritt er entschieden entgegen. „Es steht noch überhaupt nicht fest, wie hoch die Entschädigungsquote sein wird. Das werden wir erst ganz am Schluss des Verfahrens wissen“, erläutert Lukas Pfefferkorn. In diversen Medien war über eine Quote von zehn Prozent berichtet worden, was bedeuten würde, dass eine Gläubiger-Forderung in Höhe von 200 Euro zu einer Rückzahlung von 20 Euro führen würde.

Da aber noch gar nicht berechnet wurde, wie hoch die Insolvenzmasse insgesamt ist und wie hoch die Forderungen sind, ist eine realistische Einschätzung der Quote nicht prognostizierbar. Das Unternehmen Intersky bedauert auf seiner Intersky-Seite die „Unannehmlichkeiten zutiefst“ und bittet alle Kunden um Entschuldigung.

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