Friedrichshafen Infotreff von Seniorenräten
17.08.2009
Friedrichshafen – Der Vorsitzende des Kreisseniorenrates Bodensee, Harald Leber, hat Kollegen vom Landesseniorenrat im Bruderhaus Diakonie des Gustav-Werner-Stifts zu einem Informationsaustausch willkommen geheißen. Es standen die zu errichtenden Pflegestützpunkte, Versicherungsschutz für Ehrenamtliche, seniorenfreundlicher Einzelhandel, Handwerk, Hotel- und Gaststättenbetriebe im Fokus.
Von der Politik war zunächst für das Land je 20 000 Einwohnern ein „Pflegestützpunkt“ angedacht. Mittlerweile sollen aufgrund der Haushaltslage nur noch 50 Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg errichtet werden. Dies würde pro Landkreis einen Stützpunkt bedeuten.
Zudem wurde die Frage aufgeworfen, was der Gesetzgeber unternehme, um ehrenamtlich tätigen Personen bei deren Engagement vor Schäden oder Vermögensverlusten zu schützen: Mit dem Abschluss eines Sammelversicherungsvertrages für eine Betriebs-Haftpflicht-, Unfall- und Dienstreise-Fahrzeugversicherung wurde dem Absicherungsaspekt nunmehr Rechnung getragen, teilt der Kreisseniorenrat Bodenseekreis mit. Der Landesseniorenrat habe für sich und seine angemeldeten, im Versicherungsschein genannten Kreis-, Stadt- und Ortsseniorenräte eine solche Sammelversicherung abgeschlossen.
Einen großen, nach vorn gerichteten Blick, spannte Birgit Faigle vom Landesseniorenrat und Anett Küßner von der Gesellschaft zur Förderung des Tourismus in Baden-Württemberg (GFT), indem beide den seniorenfreundlichen Service in vielen durch Zertifikate ausgewiesenen Einzelhandelgeschäften und Handwerksbetrieben als großen Erfolg ansahen und deren Umsetzung lobten. Nach dem Motto „wer Produkte und Dienstleistungen seniorenfreundlich anbietet, setzt auch eine positive Werbebotschaft an ältere Menschen“ sollen nun auch Hotels, Gaststätten und Beherbergungsstätten ins Boot geholt werden. Der Landesseniorenrat und der Gaststättenverband Dehoga haben gemeinsam die wichtigsten Erwartungen von Senioren zu Qualitätsstandards in einem Segment zusammengefasst. Das Segment „Seniorenfreundlich“ kann mit der Selbstverpflichtung zur Transparenz im Rahmen einer unabhängigen Bewertung und Zertifizierung durch Dehoga vergeben werden, wobei alle drei Jahre eine Überprüfung der zertifizierten Betriebe stattfinden soll. Harald Leber referierte über die grenzüberschreitende Bodenseeplattform. Der Seniorenplattform Bodensee mit Sitz in Lichtenstein gehören die Anrainerstaaten Schweiz, Lichtenstein, Österreich und Deutschland an.
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