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Bodenseekreis Historisches wird hautnah erlebbar

30.08.2012
Bodenseekreis -  Das Naturprodukt Holz und dessen vielseitige Verwendungsmöglichkeiten als Baumaterial, Industrierohstoff oder Werkstoff für Kunst steht im Mittelpunkt beim „Tag des offenen Denkmals“. Von Überlingen bis Kressbronn können am Sonntag, 9. September, insgesamt 15 denkmalgeschützte Objekte besichtigt werden. Die „Arbeitsgemeinschaft Geschichte im Bodenseekreis“ nimmt dieses Jahr zum 17. Mal daran teil und ermöglicht Zutritt zu Objekten, die gewöhnlich nicht frei zugänglich sind.„Es gibt in diesem Jahr unter anderem zwei überraschende Aspekte bei dieser Aktion“, verspricht Eveline Dargel, Leiterin des Kreisarchivs und Koordinatorin der Aktion im Bodenseekreis.

Eines der vielen Objekte, das beim „Tag des offenen Denkmals“ im Bodenseekreis besichtigt werden kann: Gerhard Wachter und Eveline Dargel vor der historischen Kegelbahn in Weildorf mit dem Flyer zur diesjährigen Aktion.  Bild: Rothmund

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Dazu zählt sie die Ausstellung „Hochseetauglich“ des Zeppelin-Museums in Friedrichshafen zum Thema Holz im Wasserflugzeugbau. „Ich finde es persönlich sehr erstaunlich, dass bereits vor dem Ersten Weltkrieg Holz als Werkstoff im Flugzeugbau verwendet wurde“, sagt Dargel. Ein zweiter origineller Beitrag sei die Besichtigung der Kistenfabrik Paul Göttle in Wolfzennen bei Eriskirch. Die Fabrik öffne ihre Türen extra für die Besucher an jenem Tag.
 

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Die Palette an Angeboten bietet noch vieles mehr. „Wir decken das bundesweite Motto der Aktion in diesem Jahr in einem sehr breiten Spektrum ab“, sagt Dargel. Oft spielt Holz als Baustoff für Gebäudekonstruktionen bei den gezeigten Objekten eine große Rolle. Bei Führungen können Besucher beispielsweise jahrhundertealte Dachstuhlkonstruktionen von unterschiedlichen Gebäuden – von der Kirche bis zum Fachwerkhaus – in Augenschein nehmen und dazu interessante Details erfahren. Aber auch Holz als Werkstoff für die Kunst wird gezeigt. In Überlingen, Owingen und Friedrichshafen können Interessierte die meisterhaft geschnitzten Altäre von Jörg Zürn und Johann Michael Feuchtmayer bestaunen.

Eine sehr seltene Holzkonstruktion wird in Salem-Weildorf der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf dem Areal einer ehemaligen Brauerei ist dort eine restaurierte, historische Kegelbahn zu sehen. Nach einem heftigen Sturmschaden im Juni wurde erst kürzlich der Wiederaufbau beendet. „Es blieb lange Zeit spannend, ob die Kegelbahn bis zum ‚Tag des offenen Denkmals‘ wieder vollständig aufgebaut ist“, sagt Gerhard Wachter vom „Freundeskreis Historische Kegelbahn Weildorf“. Er hatte das denkmalgeschützte Objekt schon im Frühjahr für die Aktion angemeldet. Doch die Restaurationsfirma hatte ganze Arbeit geleistet und innerhalb von knapp zwei Monaten die Kegelbahn wiederhergestellt. Am „Tag des offenen Denkmals“ erfahren Besucher in einer Fotodokumentation und bei Vorträgen mehr über die Geschichte und die Entwicklung der Kegelbahn. „Aber natürlich kann man an diesem Tag bei uns auch kegeln und für Erfrischungen wird auch gesorgt“, sagt Gerhard Wachter.

Der Flyer zum „Tag des offenen Denkmals“ in allen Tourist-Informationen, Rathäusern, beim Landratsamt oder online erhältlich.

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