Hier muss nach Auskunft der IG Metall künftig der ZF-Betriebsrat über die Zahl der Werkverträge, die Einsatztage und die Anzahl der Beschäftigten informiert werden.
Besonders stolz ist der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei der ZF Friedrichshafen AG, Achim Dietrich-Stephan, auf die Equal-Pay-Regelung. „Dafür musste lange verhandelt werden“, so Dietrich-Stephan. Für die ZF sei wohl letztendlich ausschlaggebend gewesen, mehr Flexibilität zu erhalten, die eine Ausweitung der 40-Stünder-Quote beinhaltet.
Das bestätigte Jürgen Holeksa, ZF-Personalvorstand: „Für ZF ist ein möglichst hohes Maß an Flexibilität entscheidend.“ Dies habe die vergangene Weltwirtschaftskrise gezeigt. „Wir können nun am Standort Friedrichshafen für eine bestimmte Mitarbeitergruppe bis zu 70 Prozent Arbeitsverträge über 40 Stunden Wochenarbeitszeit anbieten – deutlich mehr als die tarifvertragliche Quote von 18 Prozent. Die unbefristete Übernahme von Auszubildenden ist bei uns schon gängige Praxis, sofern die jungen Mitarbeiter nach der Ausbildung konzernweit eingesetzt werden können.“
Lilo Rademacher, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Verhandlungsführerin, sieht in dem Tarifvertrag tragfähige Kompromisse, die beiden Seiten dienen. Der Vertrag läuft vom 1. Dezember 2011 bis 31. Dezember 2013. Ein Ausstieg ist möglich, wenn es gesetzliche Regelungen oder einen Flächentarifvertrag, der dies beinhaltet, geben sollte.
