Bodenseekreis -
Ab Montag, 11. Juni, ist die Bundesstraße 31 zwischen Meersburg und Immenstaad gesperrt. Die Umleitung führt unter anderem durch Stetten, Markdorf und Kluftern. Welche Erfahrungen machen Sie auf der Umleitungsstrecke? Zu welcher Tageszeit stehen Autofahrer wie lange im Stau? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und lesen Sie die anderer Umleitungsfahrer!
Sperrung der B 31: So sah es - von Stetten der Umleitungsstrecke folgend - am Ortseingang Markdorf am Montagmorgen, gegen 9 Uhr, aus.
Bild: Pohl
Die B 31 ist bis voraussichtlich Mittwoch, 11. Juli, gesperrt. Die Umleitungsstrecke erfolgt über die bereits jetzt schon überlastete Bundesstraße 33, die durch Stetten und Markdorf führt, sowie über die Landesstraße 207 durch Lipbach/Kluftern zum Anschluss an die Bundesstraße 31 in Immenstaad. Die Umleitungsstrecke in Fahrtrichtung Meersburg/Überlingen führt ab Friedrichshafen über eine Kreisstraße zur Landesstraße und weiter nach Markdorf.
So erleben Autofahrer die Umleitung
Jeanett Ortlepp, 12. Juni, gegen 14 Uhr, von Überlingen nach Immenstaad: Noch vor Meersburg musste ich stehen bleiben, Stau. An Stop and Go ist gar nicht zu denken. 500 Meter fahren, 10 Minuten stehen, wieder 500 Meter fahren, 10 Minuten stehen. Schlimmer geht es gar nicht mehr. Die im Radio vorhergesagte Zeitverzögerung von einer Stunde ist wohl alles andere als real. Der nett gemeinte Rat, einfach ein paar Minuten mehr einzuplanen, ist auch ein großer Witz. Bei über einer Stunde im Stau stehen kann man nicht mehr von ein paar Minuten reden. In zwei Wochen fangen die Sommerferien in einigen Bundesländern an, es wird also noch schlimmer. Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Situation in ein paar Tagen bessert. Nicht nur, dass ich mehr Sprit durch den längeren Arbeitsweg benötige, durch ewiges Stop and Go wird zudem viel CO2 in die Luft geblasen.
Jennifer Krebs, 11. Juni, 18.10 Uhr, aus Friedrichshafen nach Immenstaad: Gute 20 bis 25 Minuten benötige ich eigentlich jeden Tag für die Fahrt von Immenstaad nach Friedrichshafen, in den Ferien meist sogar 35 Minuten, wenn nicht sogar etwas länger. Am Montagabend fuhr ich um 18.10 Uhr in Friedrichshafen los. In der Stadt war der übliche Verkehr. Doch kurz vor Manzell kamen mir nur noch ein paar Autos entgegen. Etwas verwirrt war ich über die vielen Schilder vor Immenstaad. Aber als ich daheim mein Auto abstellte, blickte ich auf die Uhr: 18:23 Uhr. 13 Minuten nur. Ein Hoch auf die Baustelle!
Michael Pohl, 11. Juni, 9.10 Uhr, aus Richtung Überlingen nach Friedrichshafen: Bis zum Ortseingang von Markdorf war kaum Verkehr auf der Strecke. Ab dem Ortschild stockte der Verkehr, was dazu führte, dass ich etwa zwölf Minuten im "Stop and Go" bis zum Ortssausgang von Markdorf brauchte. Nach dem Ortsschild ging es ohne Probleme weiter.
Michael Schnurr, 11. Juni, nach 9 Uhr, aus Sipplingen nach Friedrichshafen: Das Stauende lag drei Kilometer vor Markdorf. Knapp zwei Kilometer und neun Minuten später war ich an der Abzweigung nach Immenstaad, ab dort lief es wieder. Fazit: Der Stau kostete mich neun Minuten und die Umleitung brachten mir eine rund sieben Kilometer längere Strecke. Normalerweise benötige ich 40 bis 45 Minuten nach Friedrichshafen, heute dauerte die Fahrt zwischen 9 und 10 Uhr eine Stunde.
Helmar Grupp, 11. Juni, 9.30 Uhr, aus Richtung Ravensburg nach Markdorf: Im Osten nichts Neues: Verkehr wie immer auf der B33 zwischen Oberteuringen und Markdorf, kein Stau, keine Stockungen. Dann aber an der Esso-Tankstelle am B33-Ortseingang in Markdorf, wo die B33 (Ravensburger Straße) auf die Zeppelinstraße aus Richtung Kluftern trifft, wird's eng: Aus Richtung Kluftern kommend stauen sich die Autos, darunter etliche schwere Lkw, zur Kreuzungsampel an der Tankstelle hin. Danach dann in der Ortsdurchfahrt Markdorf stockender Verkehr, auch in der Gegenrichtung. Komplett dicht ist die Ortsdurchfahrt Markdorf zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber es läuft sehr zäh - deutlich zäher als sonst.
Stefanie Nosswitz, 11. Juni, 8.20 Uhr, von Meersburg nach Markdorf: Ich entscheide mich, die Umleitung zu umfahren und biege in Meersburg direkt Richtung Baitenhausen ab. Zwar sind es so ein paar Kilometer mehr, aber die fahre ich lieber, als eventuell im Stau zu stehen. Am Kreisverkehr in Ahausen die erste kritische Stelle: Kommt Verkehr aus Ittendorf? Nein. Die Strecke ist frei. Es geht weiter über Ahausen nach Bermatingen. Auch hier gibt es keine größeren Probleme. Der Verkehr aus Salem kommend ist überschaubar. Am Ortseingang von Markdorf vermute ich das nächste Problem. Hier müsste sich vom Kreisverkehr an der Sparkasse doch ein Rückstau bilden. Doch auch hier habe ich Glück. Ich komme gut durch und bin um 8.40 Uhr an der Redaktion in Markdorf. Hat zwar fünf Minunten länger gedauert, als wenn ich die Bundesstraße fahr, aber das war es wert.
Schon wegen der längeren Strecke sollten Autofahrer, die zwischen Überlingen und Lindau oder in umgekehrter Fahrtrichtung unterwegs sind und ihr Ziel pünktlich erreichen wollen, einige Minuten mehr einplanen. Entlang der Umleitungsstrecke wird zudem mit Stau gerechnet.
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SÜDKURIER Online bündelt die Erfahrungen, die Autofahrer zu verschiedenen Tageszeiten, auf der offiziellen Umleitungsstrecke sowie alternativen Routen gemacht haben. Schreiben Sie uns mit dem Betreff "Umleitung" eine E-Mail an leserreporter@suedkurier.de. Schildern Sie, wann Sie in welcher Richtung unterwegs waren, ob und wo Stillstand herrschte und wie viel Zeit mehr Sie zu dieser Tageszeit einplanen würden. Wir sammeln die Erfahrungen und veröffentlichen Sie auf SÜDKURIER Online.
Ab dem 11. Juni 2012 war die B31 zwischen Meersburg und Immenstaad für rund einen Monat gesperrt. Die Umleitung führte unter anderem über Stetten, Markdorf und Kluftern - und zu langen Staus.