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Bodenseekreis Beeren als Wirtschaftsfaktor

23.02.2012
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Die Bodenseeregion ist weit über Deutschland hinaus bekannt für ihre Äpfel und Birnen. Und immer mehr Landwirte kultivieren zusätzlich zum Kernobst auch Beeren – allen voran Erd- und Himbeeren.

Beim Messe-Duo Fruchtwelt Bodensee und Agrarwelt vom 24. bis 26. Februar wird deshalb ein Fokus auf den Beerenanbau gerichtet, teilt die Messe mit.

Weil Früherdbeeren mangels Konkurrenz mit im Schnitt 2,50 Euro pro Pfund gute Preise erzielen und der Frühling in der Bodenseeregion in den vergangenen Jahren wärmer geworden ist, steigen immer mehr Bauern beim Anbau ein. „Die frühen Erdbeeren sind allerdings aufwändig in der Kultivierung“, sagt Birgit Gutberlett aus der Anbauberatung der Marktgemeinschaft Bodenseeobst. Die Pflanzen müssen in der Regel nachts mit Vlies oder Folie gegen die Kälte abgedeckt und tagsüber davon befreit werden, damit sie genügend Sonne tanken können. „Dennoch werden 60 Prozent der Erdbeeren, die über unsere Genossenschaft in den Handel kommen, früh geerntet.“

Einen noch größeren Vegetationsvorsprung haben Erdbeeren, die im Folientunnel angebaut werden, teilt die Messe weiter mit. Alexandra Richter von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg wirbt auf der Fruchtwelt Bodensee in Friedrichshafen für diese Anbaumethode. Der Folientunnel ist im Grunde eine Art Gewächshaus. „Er wird ab Februar geschlossen, sodass die frühen Sonnenstunden im Jahr optimal genutzt werden können“, erklärt Alexandra Richter. Mit der Folge, dass die ersten roten Früchte schon Ende April reif sind. Das wiederum macht sich im Preis bemerkbar. Bis zu 3,50 Euro werden hier für 500-Gramm-Schalen erzielt. „Auch wenn Beeren insgesamt beim Umsatz im Verhältnis zu Kernobst nur einen kleinen Teil einnehmen, sind sie für die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, betont Helmut Willauer, Vertriebsleiter der Baywa AG in Tettnang. Allein diese Genossenschaft liefert 3500 Tonnen Beerenobst pro Jahr an Supermärkte. Ein Großteil sind Erdbeeren, gefolgt von Himbeeren, während Johannis-, Stachel- und Brombeeren keine große Rolle spielen.

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