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17.05.2011  |  von  |  0 Kommentare

Bermatingen So klingt Hilfsbereitschaft

Bermatingen -  Bermatingen – Was für ein Schlussbild. Rund 100 Musiker drängten sich auf der ganz gewiss nicht unterdimensionierten Bühne des Bermatinter Dorfgemeinschaftshauses.

Wirkten trotz ihrer zahlreichen Auftritte im Jubiläumsjahr kein bisschen müde: die Musiker des Musikvereins Bermatingen.  Bild: Bild: Büsche



So klingt Hilfsbereitschaft

Und sie spielten die „Marche de la Cavalerie Ardennaise“, jene dem Musikverein der Reben- und Fachwerk-Gemeinde aus Anlass von dessen 190-Jahres-Jubiläum gewidmeten Marsch von André Waignein. Teils besinnlich, dann wieder triumphal ließ Dirigent Jens Hacker das Stück erklingen.

Sämtliche Register, sowohl die seiner Bermatinger wie auch die der befreundeten Musikkapelle aus Hagnau, der von Thomas Urnauer geleiteten Partnerin bei diesem Doppel-Konzert, arbeiten mit großer Präzision. Mit derselben Präzision, die den ganzen Abend zu einem vom Publikum umjubelten Klanggenuss hatten werden lassen.

Alle Bravos, aller Applaus aber konnten dem riesigen Klangkörper zuletzt dann doch keine Zugabe mehr entlocken. Was überaus bedauerlich, aber durchaus erklärlich ist. Schließlich handelte es sich bei dem Doppelkonzert am Samstagabend um eine Benefiz-Veranstaltung außerhalb des für beide Orchester ohnehin schon dicht gesteckten Terminkalenders. Der den Musikern in dieser Jahreszeit eine Vielzahl von Proben abverlangt sowie eine kaum geringere Menge an Auftritten vor heimischem oder fremden Publikum. Eingeschoben worden war der gemeinsame Auftritt für die Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Um ihnen zu helfen, hatte der Komponist Philip Sparke übrigens jenes erste von den Bermatingern und ihren Hagnauer Gästen im gemeinsamen Gesamtchor gespielte Stück geschrieben: „Die Sonne wird wieder aufgehen“ beziehungsweise „The Sun Will Rise Again“, wie der Originaltitel lautet.

Solche Zuversicht mag bemüht klingen, womöglich sogar nach falschem Trost vor dem Hintergrund der aus den Katastrophen-Regionen eingetroffenen Bilder. Sehr überzeugend und überaus wahr jedoch wurde diese Zuversicht nach dem Hören des Doppelkonzerts. Denn hier bewiesen gleich zwei Orchester, welche Kraft in der Musik stecken kann, wie viel Schwung sie entfesselt, wie unwiderstehlich sich ihr Rhythmus auswirkt. Und das gilt für den Blues der Hagnauer aus einer vom wirtschaftlichen Niedergang betroffenen Textil-Region in den Niederlanden ebenso wie für das von den Bermatingern gespielte Landschaftspanorama „Silva Nigra“. Hier wie auch mit den übrigen Stücken wurde bewegt, gezeigt, auch signalisiert in überzeugender Harmonie, mit beeindruckender Kraft.

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