Bermatingen – Zum offiziellen Auftakt der Fastnacht 2011 hatte die Bermatinger Bärenzunft zum traditionellen Eröffnungsball ins Dorfgemeinschaftshaus geladen. „Mit dem Ball richten wir uns an die Zielgruppe der 16- bis 55-jährigen, die einfach nur Party feiern wollen, deshalb haben wir auch die Gruppe „Freibier“ verpflichtet, die für jeden Geschmack etwas bietet“, erklärt Zunftmeister „Fone“ Müller.Am Donnerstag werden Kindergarten und Schule befreit sowie das Rathaus übernommen, der Narrenbaum wird gestellt und es findet der Hemdglonker-Umzug statt.
Am Freitag sei der Kinderball und am Sonntag der Umzug durch das ganze Dorf. Am Montag gebe es noch die Veranstaltung „Der Bär steigt in die Bütt“. „Die lange Fastnacht in diesem Jahr hat Vor- und Nachteile; zum einen können wir viel länger feiern, andererseits gibt es auch jede Menge Arbeit“, so der Zunftmeister.
Der Eröffnungsball begann mit dem Einmarsch der Bermatinger Bärenzunft mit Narrenpolizist Werner Haas an der Spitze. Gefolgt von der Zunftgarde unter Leitung von Gardemajor Mona Homburger und den Bären des 1949 gegründeten Narrenvereins. Die Bären wurden 1964 vom Bermatinger Künstler Erich Kaiser geschaffen. Mit dabei auch die Narreneltern, der Zunftrat, die Zunftdamen, die Zimmer- und die Schnellergilde. Es konnten von den rund 200 Aktiven der einzelnen Gruppen der Narrenzunft nicht alle zum großen Auftakt in die Halle marschieren, weil etliche zu Diensten eingeteilt waren, um die Party zum Erfolg werden zu lassen.
Mit einem rockig-musikalischen Reigen von Ernst Mosch bis zu AC/DC bestritt die Gruppe „Freibier“ bei Einlagen durch die Bermatinger Garde und die 08/15-Band, ein loser Zusammenschluss von rund 70 Musikerinnen und Musikern aus Bermatingen und Umgebung, den Party-Abend. Den Namen „Freibier“ erklärt Bandleader Tammo Hagen damit, dass er sich gut anhört und neugierig macht.
Außerdem sei Freibier ein Teil des Programms. So erhielten Zuschauer, die sich durch einen besonderen Tanz, die Bildung einer Polonaise oder das Spielen von „Luftgitarre“ aktiv einbrachten, jeweils ein Freibier von der auf der Bühne aufgebauten Theke. Die sieben Mitglieder umfassende Band brachte das Dorfgemeinschaftshaus dann gleich mit Titeln wie „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews oder „Aber bitte mit Sahne“ und „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens in kürzester Zeit zum Kochen.
Deutsche Schlager, alter Rock und typische „Ballermann-Songs“ sorgten bei den überwiegend recht jungen Fans für beste Stimmung. Auch für Jugendschutz und Sicherheit waren gesorgt, denn ein Security-Dienst und ein Brandschutzdienst der Freiwilligen Feuerwehr Bermatingen waren selbstverständlich vor Ort.