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Bermatingen Märchenhaft in Ahausen

04.03.2011
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Märchenhaft im wahrsten und übertragenen Wortsinn war der Schmotzige Dunschdig in Ahausen: Die Narren hatten sich wieder unendlich viel Mühe gegeben und sich in diesem Jahr etwas zum Thema „Märchen-WG“ einfallen lassen. So ließen sie bei idealem Wetter Grimmsche Erzählungen lebendig werden: Schneewittchens böse Stiefmutter kam im schwarzen Pomp, Rapunzel pflegte ihr Haar, das Tapfere Schneiderlein erledigte Sieben auf einen Streich und patschte mit einer Fliegenklatsche Plastikinsekten weg.

Die Prinzen waren ganz von DER Rolle und Rotkäppchen war schon mehrfach vom Rudel Wölfe gevespert worden. Gerold Müller hatte bei der Fasnacht seine Premiere und ließ sich als blondgelockte Prinzessin hofieren.

Die Hexe verteilte Lebkuchen von ihrem mitgeführten Häuschen, nachdem Hänsel einfach nicht dick wurde. Dieser warf vorsichtshalber Steine, damit er – nach den vielen Halts – später noch nach Hause finden konnte. Gemeinsam wanderten sie alle mit dem Räuber Hotzenplotz, Kobolden, Zwergen, Königen und dem gestiefelten Kater von Station zu Station. Dort hielten die großzügigen Gastgeber Vieles zur Stärkung bereit.

Vom Sägewerk Heinrich Schellinger ging es mit dem Narrenbaum und zünf-tiger Musik durch den örtlichen Musik-verein zu den Höfen von Josef Buri, Kurt Mayer und Thomas Welte, von dort zu den Firmen Ziegler, Widemann und Wieser und letztendlich zum Ahauser Rathaus, wo der 3649 Kilo schwere Stamm schließlich gesetzt wurde. Einigen Jugendlichen gelang es dabei, ihn ein paar Meter hoch zu erklim-men, um vom Kranz Süßigkeiten herunterzureißen, und alle Kinder freuten sich über Wurst und Wecken.

Narrenbaumstellen
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