Bermatingen (keu) Otto Jekel ist neuer Vorsitzender des Windhundrennclubs Bodenseekreis. Er löst Peter Lilischkis ab, der beruflich ins Ausland geht. Bei der rund fünfstündigen Jahresversammlung im Landgasthof „Zollernstuben“ waren die äußerst diskussionsfreudigen Mitglieder in zwei Lager gespalten. Jekel hatte im Vorfeld darauf verwiesen, dass er die Wahl nur annehme, wenn er eine Mehrheit bekomme. Als einziger Kandidat, der sich und seine Vision von Vereinsarbeit auf Wunsch einiger Mitglieder vorstellte, erhielt er 19 von 25 Stimmen. Er wolle die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Vorstand und Mitgliedern verbessern.
Von internen Meinungsverschiedenheiten weitgehend unberührt bleiben die Veranstaltungen. Mit 80 Mischlingen war das Struppi-Rennen gut besucht, erstmals wurde der Titel „Bodenseemeister“ vergeben; am zweiten nahmen trotz schlechten Wetters noch 50 teil. Bei der CAC-Zuchtschau maßen sich 128 Windhunde, nur 41 im Rennen, dagegen starteten 60 Hunde bei den Vereinsmeisterschaften. Das nächste Internationale Rennen und CAC-Zuchtschau ist am 13. und 14. Juni. Dank sagte Peter Lilischkis den 27 Baumsponsoren, die Pflanzaktion sei beendet.
Sein Stellvertreter Jörg Grunewald berichtete von den Fortbildungen, dankte den Mitgliedern für deren Unterstützung, ohne die Veranstaltungen nicht möglich seien. Deprimierend fiel der Kassenbericht aus. Keine 200 Euro Plus konnte Kassiererin Brigitte Jekel verbuchen; die Investitionen für zehn Bronzebären als Preise schlugen mit 700 Euro zu Buche; sechs sind jedoch noch übrig.
Rennleiter Dieter Krüger stellte einen Rückgang der an den Rennen teilnehmenden Rassen von acht auf drei fest. Probleme gebe es, Funktionäre zu gewinnen. Lilischkis regte an, dass sich Mitglieder zu Schiedsrichtern ausbilden lassen. An 24 Trainingstagen seien 695 Vereins- und 579 Gasthunde gestartet, so Leiterin Monika Krüger. Die mittlerweile 40-jährige Anlage erfordere vermehrten Arbeitseinsatz. Meist sei nur der Vorstand da, bemängelte Otto Jekel, noch im Amt als Technischer Leiter, das er mit Blick auf seine Kandidatur zum Vorsitzenden gemäß Satzung niederlegte. Den umstrittenen Antrag, dass Vorstandsvorsitzende zwei Ämter ausüben dürfen, nahm Jekel zurück. Die Satzung müsse ohnehin überarbeitet werden.
Mehr Hilfe wünscht sich auch Küchenbeauftragte Ilse Voith. Die im Vereinsrecht bestens informierte Marion Staps plädierte für eine Erhöhung der Trainingspauschale. Ein Vergleich ergab jedoch, dass sich an den Einnahmen nichts wesentlich ändere. Um Einnahmen für den Verein zu gewährleisten, hatte sie sich zur Mitarbeit beim Windhundrennen in Donaueschingen angemeldet.