Bermatingen Jazz und Swing und ein Film über einen ganzen Sommer

Das Bematinger Open Air Kino lockt zahlreiche Film- und Musikfans

Max blickt gebannt auf seine Popcorn-Maschine. Einige kleine, gefüllte Körbchen stehen bereits auf dem Tisch vor ihm. "Klar gehört zum Kino Popcorn dazu", sagt er und streut Salz über die weißen Wölkchen, die seine Maschine ausspuckt. Das sei im Service inbegriffen beim Bermatinger Open Air Kino. Bereits zum 16. Mal fand am Samstagabend vor dem Dorfgemeinschaftshaus das beliebte Freiluft-Ereignis statt. "Der Abend könnte noch ein bisschen lauer sein", sagt Ralf Gutemann vom Kulturkessel, der mit der Gemeinde dieses Event organisiert. Immer wieder richtet er einen bangen Blick gen Himmel: "Regen kommt nicht", ist er sich sicher, "und die Leute werden sich mit warmen Decken wappnen." In der Tat werden nach und nach einzelne Stühle in den langen Reihen mit Decken belegt. Manche bringen sogar ihre eigenen Klappstühle mit, um sich rechtzeitig einen Platz zu sichern für den mitreißenden Film "Tschick".

Mitreißend war bereits die Einstimmung auf den Film, nämlich der Auftritt der Band "The Hoppin' MAD! Horns Jazz Ensemble" von der Musikschule Markdorf, die mit einer Mischung aus Swing, Latin, Funk und Pop die perfekte Musik für einen Sommerabend ergab. Dass der Sommerabend ein paar Grad mehr hätte vertragen können, befand auch Reinhold Hug, der sich jährlich um das musikalische Rahmenprogramm kümmert. "Wir wollen hier den einheimischen Bands eine Plattform bieten", betont er. Und so haben die Band dem Publikum umso mehr eingeheizt.

Hauptamtsleiterin Maria Wagner, die selbst an der Kasse die Eintrittskarten verkaufte, zeigte sich am frühen Abend beim anfangs nur zögerlichen Eintreffen der Gäste zuversichtlich: "Erfahrungsgemäß wird sich ein buntgemischtes Publikum aus Jung und Alt einfinden." Auch wenn der Film ein sehr junger Film ist. "Und dann wird die Band natürlich noch Leute mitbringen", weiß sie aus Erfahrung. Die lassen nicht auf sich warten, sind schon längst da. "Fanclub Höllen-Jo" nennen sich die fünf Jugendlichen Lukas Blumenstein, Marco Steidle, Lisa Schaumann, Melissa Schmid und Lisa Waizmann. Plakatbewehrt jubeln sie dem Schlagzeuger Jonas Höll zu und unterstützen die Band mit viel Applaus und empathischen Einlagen. Und spätestens mit "Feeling good" von Michael Bublée, gesungen von Paula Stützenberger, lässt einem dann wirklich warm ums Herz werden. Alles in allem eine wundervolle Einstimmung auf einen Film über einen Sommer, der ein ganzes Leben ist.

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