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22.06.2013  |  von  |  0 Kommentare

Bermatingen Dorfhelferinnen suchen neue Kräfte

Bermatingen -  Die Dorfhelferinnen, die unter dem Dach der Sozialstation Markdorf arbeiten, sind im vergangenen Jahr in 73 Familien im Einsatz gewesen. Sie sind dringend auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen.

Cilla Ganter, Leiterin der Dorfhelferinnen-Station  Bild: Keu



„Wir können auch planen, wie wir wollen, aber es kommt immer anders“, hat Cilla Ganter, Leiterin der Dorfhelferinnenstation, den Faden von Pflegedienstleisterin Marlene Scheu aufgenommen. Die Dorfhelferinnenstation ist unter dem Dach der Sozialstation Linzgau in Markdorf angesiedelt. Bei der Mitgliederversammlung berichtete Cilla Ganter über die Arbeit.
In 73 Familien halfen die Dorfhelferinnen im vergangenen Jahr geholfen. In 20 Familien forderten Schwangerschaft und Entbindung den Einsatz, in sechs Familien sprangen sie wegen Reha-Aufenthalten und Anschlussbehandlungen ein, in den übrigen Fallen war Hilfe wegen Unfällen und akuten oder chronischen Erkrankungen gefragt. „Es gab leider nur sehr wenige landwirtschaftliche Einsätze“, bedauerte Cilla Ganter. In einer Familie halfen sie nach dem Tod der Mutter dem Vater und seinen Kindern im Grundschulalter. Die landwirtschaftlichen Kassen übernehmen in solch einem Fall innerhalb von zwei Jahren 200 Einsatztage für die Unterstützung und Stabilisierung der Familie und des Betriebs.
Die Einsätze verteilten sich wie folgt: In Markdorf waren die Mitarbeiterinnne zu 41,8 Prozent unterwegs, in Deggenhausertal zu 18,6, in Hagnau und Immenstaad zu 18,1, in Kluftern und Raderach zu 6,9 und in Bermatingen zu 4,7 Prozent. In diesem Jahr wurden sie in Bermatingen bereits zu 18,2 Prozent angefordert.
Die Dorfhelferinnenstation arbeitete mit 4,24 Vollzeitstellen. Im Bereich der Sozialstation leisteten sie an 477 Tagen 3677 Stunden, insgesamt an 808 Tagen 6222 Stunden. Die frei gewordene Stelle einer Mitarbeiterin, die Mutter wurde, werde neu besetzt. Sehr dringend benötige die Station eine sehr flexibel einsetzbare Kraft.
Cilla Ganter unterstrich die Bedeutung der Familienhilfe. Bei Langzeiterkrankungen, psychischen Störungen, Sucht oder totaler Überlastung durch Familie und Beruf sei es gut, von außen eine neutrale und vorbehaltslose Unterstützung zu bekommen. Besonders belastend sei die Sorge um die Lebensgemeinschaft bei Störungen oder Krankheit für einen alleinerziehenden Elternteil.
„Unsere Frauen nehmen viel an Schwerem, oft auch an Schönem, Harmonischen mit. Wenn sich das die Balance hält, kommen sie damit gut zurecht.“ Dann könnten sie zum Caritas-Motto „Familien schaffen wir nur gemeinsam“ beitragen, jedoch nicht, wenn Kürzungen und Ablehnungen der Krankenkasse noch extremer würden.
Cilla Ganter dankte ihren Mitarbeiterinnen für deren Einsatz, der Sozialstation und deren Unterstützer, die ihre Arbeit durch die Restkostenfinanzierung möglich machten, Geschäftsführer Karl Ritzer für sein Verständnis und besonders dem nun ehemaligen Vorsitzenden Friedrich Bornschein für sein Interesse an ihrer Arbeit, für Nachfragen und Teilnahme an Veranstaltungen.

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