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Bermatingen Bürgerball begeistert mit Ballett und Büttenreden

07.03.2011


Bermatingen-Ahausen – Während die Fern-Seher zuhause „Mainz, wie es singt und lacht“ schauten, erlebten die Ahauser und einige Bermatinger im Bürgersaal die „Mainzer Fasnacht“ hautnah.

Mit dem echten „Meenser“, Neubürger Michael Gojowy, präsentierte der vielbeschäftigte Zunftmeister Michael Poisel nach 20 Jahren seinen Nachfolger in der Bütt: Dieser hatte das Dorfgeschehen gleich inhaliert und den künftigen Bermatinger Supermarkt in seiner geschmeidigen Büttenrede. Was solle man sich Gedanken machen, welcher Markt kommen soll: „Von mir aus baut ihr alles hin, ich kauf hier beim Fridolin!“ Tosender Applaus, die Solidarität im Dorf ist immens, was auch in den Sketchen zum Ausdruck kam.Mit denen hatten Otto (Moni Haas) und Hilde (Petra Geißelhardt) zur Einstimmung begonnen. Mit ihrem schauspielerischen Talent machten sie auch noch aus etwas angestaubten Stückle einen Lacherfolg. Um den muss die Bermatinger Garde von Mona Homburger nie fürchten. Die jungen Damen erhielten viel Applaus und Zugaberufe.

Premiere war der Auftritt von Pfarrer Ulrich Hund, über den sich die Moderatorinnen Claudia Veeser und Linda Freistetter besonders freuten. Er kam als Matrose auf dem Schiff, mit dem er über das riesige Rückhaltebecken schipperte: „Schifffahren ist hier wesentlich ungefährlicher als Wasser trinken“, spielte er auf die ehemalige Verkeimung des Trinkwassers an. Er wunderte sich, dass sich die Markdorfer wegen der Höhe eines geplanten Neubaus beim alten Feuerwehrhaus aufregen: „Hinter den Widemann-Tanks geht die Sonne eine Stunde früher unter.“

Aufgetaucht sind dann Sabine Jauch und ihre House-Wife-Background-Singers: Weil der Flug von der WM in Südafrika „gekanzelet“ war, erlebte sie mit Petra Holzer, Britta Böschen, Sabine Sträßle, Sabine Musbach, Elke Kaufmann und Katrin Bechinger Abenteuer, die sie musikalisch mit schrägen Kostümen und originellen Wortspielereien dem tobenden Publikum präsentierte.

Abschied nehmen hieß es auch von Angi Umenhoffer: Als Badischer Frosch hielt sie – wegen Wegzugs – das letzte Mal nicht ihre Gosch, überreichte dem Bürgermeister Feuerwerksraketen, damit er von seinem hohen Haus mit sagenhaftem Überblick über sein Reich alle abschießen könne, die eine Ordnungswidrigkeit begehen, und vermutete wegen des gechlorten Trinkwassers: „Wahrscheinlich hat man in Zeiten klammer Kassen, das Hallenbadwasser ins Wasserreservoir laufen lassen!“

Die „Reingschmeckten“ (Beate Wieser und Marlies Moser) treten zwar nur alle zwei Jahre auf. Dafür hatten sie jede Menge Infos gesammelt. Viel Internes gaben sie preis, mal lachte die, mal eine andere Ecke im ausverkauften Saal.

Dass der Schlusspunkt einer der Höhepunkte ist, versteht sich beim Männerballett von selbst. Es unterscheidet sich von den üblichen, überzeugt mit Stil und Witz. Dafür sorgt schon Karin Poisel. Sie hatte mit den „Bauhofmitarbeitern“ eine rhythmische Choreographie mit Besen, Plastikflaschen und anderem Unrat einstudiert, einfach klasse! Die Zugabe hatten sich Karl-Heinz Sträßle, Paul Reichle, Michael Poisel, Jürgen Gutemann, Jakob Krimmel, Peter Bechinger, Andreas Brakop und Norbert Holzer selbst erarbeitet.

Bürgerball Ahausen
Bürgerball Ahausen II
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