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Überlingen

Vogelgrippe-Virus in Überlingen festgestellt - Feuerwehr im Einsatz

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In Überlingen ist bei einer Tafelente der Vogelgrippe-Virus festgestellt worden. Nach einer großflächigen Desinfektion an der See-Promenade ist die Feuerwehr nun wieder abgerückt.

Feuerwehrmänner in Schutzanzügen desinfizieren am Freitag in Überlingen Teile der Uferpromenade. Bei einer Tafelente, die in Überlingen am Bodensee gefunden wurde, wurde der Erreger H5N1 nachgewiesen.
Foto: Patrick Seeger
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatte am Vormittag bestätigt, dass die gefundene Tafelente mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert ist. Der Kadaver war zunächst in Aulendorf bei einem Erst-Test untersucht und dann zum FLI weiter ge leitet worden. Ob es sich bei dem Virus um die hoch ansteckende Variante des Erregers handelt, soll bis Montag abgeklärt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Überlingen war am heutigen Freitagmorgen ausgerückt, um den Fundort an den klassizistischen Seeschulen direkt am See-Ufer und weite Teile der Uferpromenade unter Leitung von Stadt brandmeister Andreas Löhle zu desinfizieren. Dabei wurde eine einprozen tige Ameisensäure-Lösung verwendet. Feuerwehrleute versprühten diese und trugen zur eigenen Sicherheit Schutzanzüge mit Atemmasken – dies jedoch nicht, um sich in erster Linie gegen das Virus zu wappnen, sondern, um nicht Dämpfe des Desinfektionsmittels einatmen zu müssen. Um den Uferbereich soll nun ein Sperrbezirk im Radius von drei Kilo metern gezogen werden, in dem die Geflügelbestände kontrolliert und Proben genommen werden. Der reguläre Fahrzeug- oder Personenverkehr ist davon nicht betroffen, wobei die Behörden die Bevölkerung aufrufen, nicht mit Vogelkot in Berührung zu kommen, nach einem Besuch am Ufer Hände und Schuhe zu reinigen und vor allem mögliche weitere tote Vögel nicht zu berühren. Dies dient in erster Linie dem Schutz der Wild- und Nutztiere in der Umgebung. In und aus dem Sperrbezirk dürfe kein Geflügel transportiert werden, so das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart.

Aufgabe des für die Tierseuchenbekämpfung zuständigen Landratsam tes ist nach Worten eines Ministeriumssprechers die Einrichtung von Desinfektionswannen an neuralgischen Punkten, wenn dies nötig werden sollte. Das Überlinger THW, das solche Desinfektionseinrichtungen vorhält, ist bis jetzt jedoch noch nicht angefordert worden. Es hält sich wie auch die Überlinger Feuerwehr weiter in Rufbereitschaft.

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Datum : 24.02.2006 14:16
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