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Ravensburg

Diözesanrat lehnt "Kauflands" 24-Stunden-Öffnung ab

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"Die Ladenöffnung rund um die Uhr an Werktagen in der Ravensburger Filiale einer Handelskette betrachten wir als einen sozialen Rückschritt", heißt es eben in einer Mitteilung des Diözesanrates. Gemeint ist die Kaufland-Filiale an der Weißenauer Straße, die bis ins nächste Jahr hinein jeweils montagsfrüh bis samstags 24 Uhr geöffnet hat. Der Diözesanrat ist das höchste beschlussfassende Gremium der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Es tagte in Reute bei Bad Waldsee.

"Das Verkaufspersonal, überwiegend Frauen und Mütter, verlieren dadurch noch mehr als bisher gemeinsame Zeit für Familie, Kultur, Sport, Kirche und Politik. Immer mehr Beschäftigte im Einzelhandel werden zukünftig mit den aus der Schicht-Arbeit bekannten gesundheitlichen und sozialen Folgen zu kämpfen haben. Dabei sind die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel ohnehin schon sehr belastend: Spätöffnung, Samstagsarbeit, hohe Konzentration an den Scannerkassen, einseitige körperliche Belastungen, Beratung und Verkauf oft stehend", heißt es weiter. Eine ökonomisierte "Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft" sei zudem demokratiefeindlich, weil keine Zeit mehr bleibe für Dialog, Initiativen und ehrenamtliches oder bürgerschaftliches Engagement, teilt der Diözesanrat mit. "Wir appellieren an die Geschäftsleitung der genannten Handelskette ihre Entscheidung rückgängig zu machen und an die Bevölkerung, sich den Ladenöffnungszeiten rund um die Uhr zu verweigern", schließt die Mitteilung.

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