„Aus meiner Sicht gibt es die Krankheitsbilder ADS oder Lesestörungen nicht.“ Andreas Tenhagen verzichtet als Lern- und Gedächtnistrainer auf solche Diagnosen, denn: „Wer alles entschuldigt, kommt nicht weiter“, erklärt der 40-Jährige. In seiner Praxis in Tiengen hilft er sowohl Schülern und Berufstätigen in der Umschulung als auch Senioren, ihre mentale Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Oft suchen Menschen Hilfe, die Defizite an sich feststellen und sich zum Beispiel Telefonnummer und Namen nicht merken können. Viele seiner älteren Klienten werden von ihren Kindern oder die jüngeren von ihren Eltern geschickt. Andreas Tenhagen: „Besser ist es, wenn man aus eigenem Antrieb kommt, weil ich dann nicht gegen Blockaden arbeiten muss. Wenn Kinder geschickt werden, denken sie, dass mit ihnen etwas nicht in Ordnung ist.“
Trainingsablauf
Wie aber funktioniert das Training? „Die Übungen zielen zum einen auf Geschwindigkeit, aber auch auf die Merkspanne für Begriffe und Informationen“, erklärt Andreas Tenhagen. Als Beispiel nennt er die Wörtersuche in Buchstabengittern, wie sie auch in Rätselheften vorkommen. Bei einer zweiten Übung verwendet er Karten mit Zahlen. Ziel ist hier, sich die Zahlen in der Reihenfolge zu merken, wie sie verdeckt auf dem Tisch liegen, eine an sich einfache Disziplin. Bis die sechste oder siebte Karte hinzukommt und die Karten außerdem vertauscht werden.
Zehn Einheiten
Die Anzahl der Trainingseinheiten variiert.
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