Wie schützen eigentlich Sie ihre E-Mail-Adresse? Diese Frage provoziert ein spektakulärer Datenklau beim Microsoft-Internet-Dienst Hotmail. Über zehntausend europäische Zugänge wurden dort offenbar gehackt. Microsoft bestätigte: Passwörter und E-Mail-Adressen sind bereits am ersten Oktober im Internet aufgetaucht. Sie wurden mittlerweile wieder entfernt, die Konten aber aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt. Es handelt sich um Adressen, die mit A und B beginnen.
Das steckt dahinter: eine so genannte Phishing-Attacke. Dabei werden E-Mail-Empfänger dazu gebracht, auf täuschend echte Webseiten zu gehen und dort sensible Informationen hinzutippen, zum Beispiel Online-Banking-Passwörter oder Zugangsdaten zum Mail-Konto. Diese werden dann abgefangen und missbraucht. Laut Schutz-Software-Hersteller Sophos war für die Hotmail-Attacke keine ausgeklügelte Strategie nötig. Einfache Phishing-Mails, die massenweise an Hotmail-Accounts (Zugänge) geschickt wurden, genügten, um den Nutzern die Passwörter zu entlocken. Die Anwender wurden aufgefordert, auf einer gefälschten Webseite ihre Zugangsdaten zu aktualisieren.
