„Jeden Tag steht ein Dummer auf“, heißt ein Sprichwort. Beim Thema Spam wäre sonst alles ganz einfach: Es wäre schnell keines mehr. „Das Problem ist, dass nicht jeder Empfänger unerwünschte E-Mails sofort löscht. Irgendjemand scheint schließlich Produkte zu kaufen, die über Spam beworben werden. Sonst würden die Kriminellen ganz schnell aufgeben“, stellt Sascha Pfeiffer vom Schutzsoftware-Hersteller Sophos fest – und warnt: „Jeder, der ein Produkt kauft, das per Spam angeboten wird, trägt zum Problem erheblich bei.“ Fünf Prozent der Internet-Nutzer sind das Studien zufolge.
Verführt und angelockt wurden sie bislang vor allem von Angeboten zur Steigerung der sexuellen Lust: Viagra, Penisverlängerungen, Aphrodisiaka. Rund jede dritte Spam-Mail warb laut dem Filter-Betreiber Retarus dafür. Überhaupt waren Sexpillen jahrelang unangefochten Spitzenreiter der Spam-Hitliste. In den ersten Monaten 2009 hat sich das einer Retarus-Auswertung zufolge schlagartig geändert. Viagra und andere Mittelchen sind demnach nun nur noch auf Platz zwei. Der Anteil von Viagra & Co am gesamten Spam-Aufkommen hat sich in diesem Jahr nahezu halbiert und liegt nun bei 17,5 Prozent.
