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Click Sexpille verliert Spitzenplatz

07.05.2009
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97 Prozent aller auf den Unternehmensrechnern eingehenden E-Mails sind Spam, privat immerhin 85 Prozent. Im harmlosen Fall wird in den unerwünschten Nachrichten nur für etwas geworben. Jahrelang vor allem für Potenzpillen. Doch nun ist langsam Schluss mit Lust.

„Jeden Tag steht ein Dummer auf“, heißt ein Sprichwort. Beim Thema Spam wäre sonst alles ganz einfach: Es wäre schnell keines mehr. „Das Problem ist, dass nicht jeder Empfänger unerwünschte E-Mails sofort löscht. Irgendjemand scheint schließlich Produkte zu kaufen, die über Spam beworben werden. Sonst würden die Kriminellen ganz schnell aufgeben“, stellt Sascha Pfeiffer vom Schutzsoftware-Hersteller Sophos fest – und warnt: „Jeder, der ein Produkt kauft, das per Spam angeboten wird, trägt zum Problem erheblich bei.“ Fünf Prozent der Internet-Nutzer sind das Studien zufolge.

Verführt und angelockt wurden sie bislang vor allem von Angeboten zur Steigerung der sexuellen Lust: Viagra, Penisverlängerungen, Aphrodisiaka. Rund jede dritte Spam-Mail warb laut dem Filter-Betreiber Retarus dafür. Überhaupt waren Sexpillen jahrelang unangefochten Spitzenreiter der Spam-Hitliste. In den ersten Monaten 2009 hat sich das einer Retarus-Auswertung zufolge schlagartig geändert. Viagra und andere Mittelchen sind demnach nun nur noch auf Platz zwei. Der Anteil von Viagra & Co am gesamten Spam-Aufkommen hat sich in diesem Jahr nahezu halbiert und liegt nun bei 17,5 Prozent.

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