Solche Schock-Rechnungen wird es ab dem 1. Juli nicht mehr geben. Dann sinken die Kosten für ein einminütiges Gespräch aus einem EU-Land von 43 auf 39 Cent – Mehrwertsteuer inklusive. Wer ein Telefonat entgegennimmt, zahlt nur noch 15 (bisher 19) Cent. Eine SMS kostet weiter elf Cent, der Empfang bleibt frei. Ebenso wie die Nachricht, dass ein Anruf bei der Mailbox eingegangen ist. Für die Umleitung eines nicht angenommenen Gesprächs zurück nach Hause zum Anrufbeantworter dürfen Netzbetreiber nichts mehr verlangen. Das Abhören der Mailbox kostet aber den normalen Minutenpreis.
Schon seit 2005 regelt die EU die Preise für die so genannten Roaming-Gebühren. In diesem Jahr ist der Eingriff besonders krass, weil er dem Trend zu iPhone, Blackberry und anderen Internet-fähigen Handys entsprechend auch das Surfen im Netz umfasst. Außerhalb des Heimatnetzes darf ein Megabyte – das entspricht etwa acht Webseiten – nur noch 80 Cent statt einem Euro kosten. Im kommenden Jahr sinkt die Obergrenze auf 50 Cent. Spätestens 2015 sollen die Roaminggebühren für mobiles Internet dann ganz gestrichen werden. Dann würde es im EU-Ausland genauso viel kosten wie zuhause.
