Mein

Click Liebe aus dem Netz: Das schreckt potentielle Kandidaten ab

13.02.2009


Wer bei Kontaktbörsen mit den falschen Attributen und Vorlieben für sich wirbt, hat schlechtere Karten. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Innofact im Auftrag der Internet-Partnervermittlung Parship.de wirkt Esoterik besonders abschreckend: Steht in einer Selbstbeschreibung der Vermerk „spirituell interessiert“, senkt jeder dritte Mann und ein Viertel der Frauen gleich den Daumen. Befragt wurden über 1000 Frauen und Männer in Deutschland. Als Grundlage hatte Parship vorab die elf gängigsten Attribute ermittelt, mit denen sich Partnersuchende selbst beschreiben. Insbesondere bei Frauen gar nicht gut ankommt auch, wenn sich potentielle Partner als freiheitsliebend bezeichnen.

Ansonsten aber sind Singles durchaus tolerant und kompromissbereit: Egal ob kinderlieb, Tierfreund oder auch „verträumt“ im Profil notiert ist – das hält kaum einen Internet-Nutzer von einer Kontaktaufnahme ab. Dasselbe gilt für den Hinweis auf eine gewisse Gemütlichkeit oder das eigene Sternzeichen.

Datenspion auf Singlebörse
Sicherheitssoftware-Anbieter PC Tools warnt vor erhöhter Computer-Infektionsgefahr durch Online-Dating oder die soziale Netzwerke genannten Kontaktplattformen. „Computerkriminelle entwickeln immer ausgefeiltere Techniken, um an persönliche Daten wie den Geburtstag der Liebe-suchenden zu kommen“, so PC-Tools-Experte Michael Greene. Laut einer Studie des Umfrage-Instituts Web of Trust ist ein Drittel aller als gefährlich eingestufter Webseiten speziell für Erwachsene gedacht. Nutzer solcher Seiten werden demnach tatsächlich Opfer von PC-Schädlingen oder Spionageprogrammen.

Der Valentinstag-Trick: Über Single- und Dating-Webseiten versenden Cyber-Kriminelle infizierte Dateien mit Liebesgrüßen oder locken Nutzer auf manipulierte Webseiten. Dadurch verschaffen sie sich Zugang zu PCs und den dort gespeicherten Daten. Wenn überhaupt, merken die Opfer erst am Tag nach einem solchen Angriff, dass ihre persönlichen Daten gestohlen wurden. Die E-Mails und Nachrichten sind getarnt, etwa durch vorgeblich vertrauliche, aber namenlose Betreffs wie „du und ich“ oder „nur du“.

Die in solchen Botschaften versteckten Schädlinge können sich auf andere Computer übertragen, indem sie Adressbücher, Kontaktlisten und E-Mail-Konten auf infizierten Rechnern ausspionieren. Alternative: Links zu angeblichen Grußkarten auf gefährlichen Webseiten.

Das rät PC Tools:

Bei E-Cards die den Links hinterlegte Adresse überprüfen. Worte wie „Liebe“ sind verdächtig. E-Mails von unbekannten Personen nicht öffnen.

Nur bekannte und seriöse Webseiten, besuchen; nur von solchen Webseiten Dateien herunterladen.

Auto-Vervollständigen-Funktion des Browsers nicht nutzen, um Passwörter, Login-Daten oder andere persönliche Daten zu speichern. Sie können sonst leicht abgegriffen werden.

Betriebssystem und Sicherheitssoftware aktuell halten. Sicher stellen, dass Ihr Programm in Echtzeit arbeitet; ideal: ein proaktiver, verhaltensbasierter Schutz, der auch neue und unbekannte Schädlinge abwehrt. (nar)

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln