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Erstmals läuft der Sat-Empfang dem Kabelfernsehen bei deutschen Haushalten den Rang ab

Der Fernsehempfang via Satellit hat in Deutschland erstmals das Kabelfernsehen überholt. Wie der Satellitenbetreiber Astra in München mitteilte, empfingen Ende 2011 rund 17,5 Millionen Haushalte ihr TV-Programm aus dem All und damit gut 200 000 mehr als via Kabel. „Damit ist es uns in den letzten zwei Jahren gelungen, die Reichweite des Satelliten um mehr als 1,3 Millionen Haushalte zu steigern“, sagte Astra-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer.

Weiter an Reichweite verloren hat das digitale Antennenfernsehen DVB-T, das nach einem Minus von 180 000 Haushalten nun noch 1,8 Millionen Haushalte nutzen. Zwar auf einem insgesamt noch überschaubaren Niveau geht es für eine neuere Technik aufwärts: für den Fernsehempfang über das Internet, das sogenannte IPTV. Nach einem Plus von 330 000 überstieg die Zahl der Haushalte, die IPTV nutzen mit 1,3 Millionen erstmals die Millionenmarke. Die Zahlen stammen aus dem TV-Monitor 2011, den TNS Infratest für Astra erstellt.

Eine – wenn auch kleiner werdende – Baustelle bleibt der komplette Umstieg auf die digitale Satellitentechnik. Noch immer schauen rund 1,8 Millionen Haushalte analoges Satellitenfernsehen. Damit ist spätestens am 30. April allerdings Schluss, dann schalten die letzten Sender ihr analoges Signal ab. „Es gibt sicher noch viel zu tun für Sender, Handel, Hersteller und uns, um die Umstellung bis Ende April zu schaffen“, sagte Elsäßer.

Schon zum Jahreswechsel hatten der Sender DMAX, der Musikkanal Viva und Comedy Central ihr analoges Satellitensignal abgeschaltet und sind nur noch digital zu empfangen. Für Haushalte, die einen Kabelanschluss haben, ihr Fernsehprogramm über DVB-T oder aber internetbasiertes IPTV beziehen, ändert sich aber nichts. (dpa)

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