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Virenattacke auf Hotelgäste

15.11.2007
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Mehr als jede sechste Funkverbindung ins Internet ist ungeschützt. Vor allem an den öffentlichen Zugangspunkten ins Netz (so genannte Hotspots) herrscht Nachlässigkeit. Und Anbieter opfern die Datensicherheit dem Tempo.

"Hotspots werden eifrig genutzt", meldete gestern Symantec. Dem Schutzsoftware-Hersteller zufolge gehen mehr als die Hälfte der männlichen und über 40 Prozent der weiblichen Notebook-Besitzer gelegentlich über einen Hotspot ins Internet. Auch sonst ist alles WLAN, also drahtlos: Von den männlichen Hotspot-Nutzern loggen sich 90 Prozent auch zu Hause per WLAN ins Internet ein, von den weiblichen immerhin vier Fünftel.

Das wird am Hotspot gemacht: Mehr als drei Viertel checken E-Mails, die Hälfte arbeitet oder recherchiert Infos über den Zugangspunkt. Ein Viertel chattet. Ebenso viele kaufen über Hotspots aber auch ein oder erledigen Bankgeschäfte.

Nicht ganz dicht?

Laut einem Test des Computer-Hilfsdienstes PC-Feuerwehr ist jedes sechste WLAN-Netz undicht. Vor einem Jahr war es noch jedes fünfte. Laut der Symantec-Umfrage haben über 90 Prozent der männlichen Drahtlos-Surfer und rund 80 Prozent der weiblichen eine aktuelle Sicherheitssoftware auf dem Notebook installiert. Fast 93 Prozent der Befragten gaben an, das Funknetz über die Weiche (so genannter Router) hinaus geschützt zu haben - beispielsweise durch eine Software-Mauer (Firewall).

Firewall was? Firewalls warnen den Nutzer, wenn Zugriffe von außen über das Internet auf den Computer erfolgen. Sie werden gegebenenfalls geblockt, bis der Anwender sein ausdrückliches o.k. gibt. Firewalls sind meist Bestandteil von Sicherheitspaketen und funktionieren sowohl zu Hause, als auch am Hotspot.

Tipps: Auch wer in den eigenen vier Wänden surft, sollte sein WLAN absichern, da die Funkverbindung meist weit in die Nachbarschaft oder auf die Straße hinaus reicht. Die Internet-Verbindung sollte mit der Methode WPA2 verschlüsselt werden. Das geht über die installierte WLAN-Software.

Software für die im nebenstehenden Interview erwähnten Datentunnel (VPN) gibt's bei den Zugangsanbietern oder Handynetzbetreibern.

Hotspot

Fachbegriff für öffentlich zugängliche, örtlich begrenzte Funknetze für schnelle und drahtlose Internet-Verbindungen. Hotspots gibt es vor allem an Flughäfen, in Zügen, in Hotels und Cafés, aber auch etwa an Universitäten oder öffentlichen Plätzen. In Deutschland gibt es derzeit etwa 1300 Hotspots. Die meisten davon werden von der deutschen Telekom betrieben.

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