Unter dem Titel "So werden Fotos scharf" haben wir das Problem "verwackelte Bilder" behandelt. Dazu schreibt Peter-Bernd Lax aus Konstanz jetzt: "In meiner Spiegelreflexkamera Nikon F60 gibt es ein Action-Programm, mit dem ich noch nie ein unscharfes Bild hatte. Das Programm bevorzugt kurze Verschlusszeiten, die Bewegungen im Bild einfrieren. Damit eignet es sich generell für Aufnahmen von bewegten Objekten."
Mit dem Verweis auf die so genannte Motiv-Programmautomatik liegt Peter-Bernd Lax gar nicht so falsch. Am Unterschied zwischen Bildsensor und Filmmaterial liegt es nämlich gar nicht. Vielmehr geizen viele kompakte Digitalkameras an klassischen Funktionen. Gerade günstigere Modelle warten oft nur mit einer Programmautomatik auf, die Blende und Belichtungszeit nach den vorhandenen Lichtverhältnissen einstellt.
Wer gezielt auf kurze Verschlusszeiten - zum Einfrieren von Bewegungen - setzen möchte, braucht aber eine Blendenautomatik ("S", "Tv"). Bei der wählt der Fotograf eine extra kurze Belichtungszeit aus. Es wird damit weniger Bewegung abgebildet und das Bild wird schärfer. Zum Beispiel bei einem fahrenden Auto: In einem kurzen Moment legt es auf dem Bild nur eine kurze Strecke zurück.
Die vom Leser erwähnte Motiv-Programmautomatik für Action- oder Sport-Aufnahmen macht eigentlich nichts anderes als die Blendenautomatik. Sie versucht die korrekte Belichtung mit einer möglichst kurzen Verschlusszeit vorzunehmen.
