Mein

Neue Version des Übersetzungsprogramms Babylon: Immer dem Wortsinn nach

31.10.2007
Artikel drucken


Das antike Babylon lag im heutigen Irak, aber aus Israel kommt die nach dieser Stadt benannte, vor allem im Internet verbreitete Übersetzungssoftware. Click! hat die neue Version 7 getestet.

Die Installation ist einfach. Es gilt ein paar Fragen zu beantworten. Beispielsweise, auf welche Tasten-/Maustastenkombination Babylon reagieren soll. Die vom Anwender jederzeit änderbare Vorgabe lautet "Strg" + "rechte Maustaste". Das heißt: Wird ein Begriff auf diese Art angeklickt, springt ein verschiebbares Fenster auf, in dem der Begriff übersetzt wird, stichwortartige Erklärung zum Begriff inklusive.

Das kann Bablyon:

Textpassagen zumindest sinngemäß übersetzen - für 17 Sprachen in alle Richtungen, darunter Russisch, Arabisch, Koreanisch und Spanisch oder Portugiesisch, Italienisch oder Französisch. Bei Sprachen mit anderen Schriftzeichen werden diese bei der Übersetzung mit dargestellt. Möglich macht's die Zusammenarbeit mit renommierten Verlagen wie Langenscheidt, Pons, Oxford, Larousse oder Van Dale.

Umrechnung von Maßeinheiten und Währungen auf der Basis tagesaktueller Wechselkurse und auch Zeitzonen. Der Weg ist noch ein wenig umständlich. Zwar springt das Umrechnungsfenster von Babylon auf den Bildschirm, sobald eine Zahl mit der für das Programm definierten Tastenkombination angeklickt wird. Dann muss sich der Anwender allerdings entscheiden wofür diese Zahl steht (Währung, Gewicht, Länge et cetera) und in welche korrespondierende Maßeinheit umgerechnet werden soll.

Wird ein deutscher Begriff beispielsweise ins Französische übersetzt, kommt der Anwender mit einem Klick auf die zum Begriff gehörende französische Wikipedia-Seite. Dort können in dieser Sprache weitere Informationen zum angeklickten Begriff nachgelesen werden. Was wiederum dem Sprachverständnis förderlich ist.

Fazit: Grammatikalisch ist die Übersetzung zwar nicht wirklich gut. Babylon ist aber oft sogar in der Lage den Sinnzusammenhang korrekt zu interpretieren. Und bei alleinstehenden Begriffen ist die Übersetzungsleistung ausgezeichnet, zumindest was die getesteten Sprachen anbelangt. Manchmal ist die Übersetzung kompletter Textpassagen etwas holprig und zur grammatikalisch absolut korrekten Übersetzung reicht es sicher nicht. Für das Sinnverständnis des fremdsprachigen Textes ist Babylon 7 aber extrem hilfreich.

Das braucht's: Windows ab Version 2000, es muss mindestens ein Rechner mit 100 GHz Taktfrequenz oder höher sein. Die Installation setzt mindestens 50 GB Festplattenspeicher voraus, weitere Wörterbücher erfordern natürlich mehr Platz.

Das kostet's: 14-Tage-Testversion kostenlos; Jahres- oder Dauerlizenz zirka 35 beziehungsweise 70 €. Wolfgang Scharfenberger

www.babylon.com

Computer
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung