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Nachfüllen spart bis zu 70 Prozent

29.09.2007
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PC-Nutzer werden hierzulande in diesem Jahr 90 Millionen Tintenpatronen kaufen, schätzen Marktforscher. Zwei Drittel der Kartuschen sind Originale. Die sind auf jeden Fall teurer. Aber auch besser? Die Stiftung Warentest hat überprüft, wie gut die Alternative "Wiederbefüllung an der Tintentankstelle" ist.

Für eine kleine Pfütze schwarze Tinte 30 Euro seien ganz schön happig, befand neulich die Fachzeitschrift c't. 30 Euro sind PC-Nutzer locker los, wenn sie Druckerpatronen nachkaufen. Da nimmt man schon mal ein Abenteuer in Kauf, wenn's dafür ein paar Euro günstiger geht. Eine "Expedition in eine bunte Welt" sei die Leistungs-Überprüfung der Tintennachfülldienste gewesen, schreibt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Magazin - und schildert beispielhaft den Fall einer jungen Testkäuferin, die unter der recherchierten Adresse nur ein Reisebüro vorfand. Passte schon, denn das war gleichzeitig Tintentankstelle. "Der Weg zur billigen Druckertinte ist mitunter eben verschlungen", kommentieren die Warentester lakonisch.

Trotzdem gehören die Nachfüllstation zum Straßenbild jeder größeren Stadt. Die Warentester haben in jeweils vier Filialen von sechs überregionalen Tinten-Nachfülldiensten Patronen für drei verschiedene Druckermodelle nachfüllen lassen. Die wurden anschließend leergedruckt, um die Druckqualität zu testen und die Kosten pro Druckseite zu errechnen.

Der Service: am besten bei Cartridge World - vertreten unter anderem in Freiburg und Singen. Nachgefüllte Patronen waren hier immer sauber und gut verpackt, während es bei anderen Ketten gelegentlich verschmutzte oder ausgelaufene Patronen gab.

Qualität: am besten bei Tintenstation und Druckershop - beide nicht im Click!-Land vertreten, Druckershop allerdings etwa in Basel oder Winterthur. Für alle Drucker im Test lieferten die Patronen beider Anbieter ähnlich gute Fotodrucke wie die Originale. Sie bleichen aber offenbar schneller aus.

Die Ersparnis: zwischen einem und fast drei Vierteln des Neupreises. Es kommt allerdings darauf an, wie viel Tinte eingefüllt wird.

Knackpunkt Drucker

Und auch auf den richtigen Drucker. So kostet eine Textseite in schwarz-weiß bei dem im Test verwendeten Canon-Drucker selbst mit Originalpatronen immer noch weniger als beim Lexmark-Drucker mit der billigsten Befüllung.

Fazit der Stiftung Warentest: " Wer bereit ist, Abstriche besonders bei der Lichtbeständigkeit zu machen, findet in Tintentankstellen eine günstige Alternative zu teurer Originaltinte."

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