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Kaum Web-Einsatz im Unterricht

08.05.2008
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Ein Großteil der Schulen hat Computer mit Internet-Zugang. Lehrer nützen diese aber kaum. Sie bereiten sich lieber am heimischen Rechner auf den Unterricht vor. Und nur jeder fünfte Pädagoge setzt den PC im Unterricht ein.

Für Ernst Tiemeyer vom nordrhein-westfälischen Schulministerium ist der Fall klar: "Es fehlen gute didaktische Konzepte." Das viele Geld für Selbstlernzentren, Medienecken und Notebook-Klassen - zum Fenster hinausgeworfen? "Von einer Änderung der Lernkultur sind die Schulen noch weit entfernt", stellt Lutz Goertz vom MBB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung in Essen fest. Er hat im Auftrag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) eine Bestandsaufnahme der "digitalen Schule" erstellt. Im Kern ging es dabei um die Frage, wie stark Lehrer beruflich das Internet nutzen.

Dabei stieß Goertz auf eine gewaltige Schere: Praktisch alle Pädagogen nutzen den Computer mehrmals wöchentlich für berufliche Zwecke, acht von zehn sogar täglich. Jeder zweite Lehrer surft täglich im Internet, weitere 40 Prozent bis zu drei Mal pro Woche: "Die PC- und Online-Nutzung der Lehrer kann als sehr rege beschrieben werden. Sie sind in der digitalen Welt angekommen", so Goertz.

Die digitale Welt aber noch nicht im Klassenzimmer. Entsprechende Online-Angebote werden nur ausnahmsweise in den Unterricht eingebunden: "Neue Lernmedien sind in der Schule bisher erst bedingt angekommen", heißt es in der MBB-Studie. Nur jeder fünfte Lehrer setzt CD-ROM und Internet im Unterricht ein. Dabei kennen Kinder und Jugendliche die digitale Welt nicht weniger als die Lehrer: 83 Prozent der Schüler zwischen sechs und 13 Jahren und 98 Prozent der Älteren haben zu Hause Zugriff auf Computer und Web.


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