Das Internet-Netzwerk StudiVZ gibt's nun auch für ältere Webnutzer. Heute startet die an StudiVZ angedockte Plattform MeinVZ für Hochschulabsolventen und Nicht-Studenten, die noch nicht auf Social Networks registriert sind. StudiVZ ist laut dem Auflagenforschungsinstitut IVW mit 6,3 Milliarden Seitenabrufen monatlich Deutschlands meistbesuchte Internetseite, der Ableger SchülerVZ folgt mit 5,9 Milliarden auf Platz zwei. Beide Netze gehören - wie der SÜDKURIER - zur Verlagsgruppe Holtzbrinck.
Die Farbe macht's
MeinVZ übernimmt den optischen Auftritt von StudiVZ, hat als Hauptfarben aber statt Rot und Blau Schwarz und Orange. Im Gegensatz zu SchülerVZ und StudiVZ, die geschlossene Systeme bilden, wird die neue Plattform mit StudiVZ vernetzt. Dabei können aber die Mitglieder beider Angebote entscheiden, ob ihre Profile für die Teilnehmer des jeweils anderen Angebots sichtbar sein sollen.
Die Einstellungen, mit denen die StudiVZ-Nutzer entscheiden, welche ihrer Informationen öffentlich sind, werden erheblich feiner ausgestaltet als bisher. Das ist eine Reaktion auf Kritik von Verbraucherschützern, die StudiVZ vorwarfen, unter Datenschutz-Aspekten bedenkliche neue Geschäftsbedingungen zu haben. Die Nutzer sehen das anscheinend weniger kritisch: "Wir haben eine Zustimmung zu den neuen AGB von 90 Prozent", behauptet Riecke. Noch bis Ende März haben die Kunden Zeit, diesen Bedingungen zuzustimmen, sonst wird ihr Profil gelöscht. Thomas Knüwer, Berlin
Zu Vor- und Nachteilen von Internet-Netzwerken siehe Wirtschaft-Teil
