Wenn Jugendliche sich im Internet herumtreiben, wissen die Eltern meist nur bruchstückhaft, was der Nachwuchs im Netz genau treibt. Das hat eine Umfrage des Sicherheits-Software-Herstellers Webroot unter Eltern und Kindern zwischen 5 und 17 Jahren in den USA ergeben. Dieser zufolge ist das elterliche Nichtwissen "Besorgnis erregend". "Diese Diskrepanzen mögen viele Eltern nicht gerade schockieren. Ohne richtige Führung kann es aber passieren, dass Kinder vertrauliche Familiendaten kompromittieren, illegal Musik herunterladen oder Cyber-Mobbing betreiben", warnt Web-root-Chef Mike Irwin.
Bei der Umfrage gaben zwar 70 Prozent der Kinder ab elf Jahren an, dass ihre Eltern sich erkundigen, was sie online tun. Trotzdem ist fast jeder zweite US-Jugendliche im Durchschnitt täglich mindestens drei Stunden im Internet. Die allermeisten Schüler verbringen laut offiziellen Zahlen aber nur eine Stunde mit Hausaufgaben.
Mehr als die Hälfte der Minderjährigen kauft im Netz ein, aber nur drei Viertel der Eltern wissen das. Fast jeder zweite Jugendliche gab zu, schon von Unbekannten zu einem Treffen eingeladen worden zu sein. Fast eben so viele erhalten gelegentlich E-Mails mit sexuellen Inhalten oder sind schon auf Porno-Seiten gestoßen. Folge: Laut einer Untersuchung einer US-Verbraucherorganisation ist die Zahl der mit Spionage-Software verseuchten Computer in Haushalten sechs Monaten um mehr als ein Viertel gestiegen. Michael Nardelli
