Für ein erfolgreiches Training ist die Kontrolle über den Körper wichtig. Deshalb sind Sportuhren schon seit längerem gleichzeitig auch Herzfrequenzmesser, Barometer und Schrittzähler. Als GPS-Empfänger zur Streckenmessung, für Höhenangaben und zur Standortbestimmung taugten sie bislang allerdings nicht für den Sportalltag. Zu globig, zu unausgereift, nur für Wanderer und Radfahrer.
Das hat sich jetzt geändert. Die gesamte Technik passt mittlerweile in einen praktischen Empfänger, der am Oberarm getragen wird. Bei einigen Modellen, wie dem nur 77 Gramm schweren Forerunner 305 von Garmin ist der Satellitenempfang bereits in die Armbanduhr integriert. Das macht die Lotsen nicht nur komfortabel tragbar, sondern auch recht zuverlässig. Oder?
Das Fachmagazin c't ließ es erfahrene Läufer auf Strecken mit bis zu 2000 Metern Höhenunterschied testen. Ergebnis: Das Garmin-Gerät beispielsweise lieferte Navigationsfunktionen samt Strichanzeige der Laufstrecke. Der feine GPS-Empfänger bestimmte sogar unter Brücken noch die genaue Position des Läufers. Die Höhenunterschiede berechnet die Uhr jedoch grob falsch: "Bei einem Berglauf mit einer Steigung von etwa über 1000 Metern gab das Gerät 3000 Meter an - gut fürs Ego, aber realitätsfern", kritisierte ein Läufer in der c't den Forerunner. Das Fachmagazin bemängelt außerdem die Stoßsicherheit. Auch längere Schwimmdistanzen überlebe das Gerät nicht. Dafür speichere es die gelaufene Route zuverlässig ab.
Zu Hause hilft die mitgelieferte Software beim Auswerten der Daten. Anhand der Messwerte schlägt sie sogar neue Trainingsziele vor. PC Professional lobt außerdem die lange Akkuleistung von zehn Stunden und Extras wie einen digitalen Kompass.
Weniger lobenswert finden die Tester von PC Professional das Bodylink Trail-Runner-Set von Timex. Zwar biete es alle erdenklichen Funktionen in Sachen Navigation, Geschwindigkeit und Herzgesundheit. Doch: "Will ich alle Funktionen nutzen, muss ich mich mit den verschiedenen Geräten behängen wie ein Weihnachtsbaum", so Tester Heiko Mergard. Während eines Testlaufs hatte er nach zwei Stunden bereits das Gefühl, das GPS schnüre ihm die Blutzufuhr ab. Das GPS-Signal versagte schon bei leicht bewölktem Himmel.
Ausgereifter ist das von c't getestete System Suunto. Es besteht aus einer wasserdichten Laufuhr, einem GPS-Empfänger und einem Herz-Frequenzgurt. Bei Testläufen durch das Harz erwies sich der Höhenmesser als exakt. Bei den Geschwindigkeitsmessungen versagte das System aber zuweilen. Das Problem: Der Sensor des Empfängers ist zu ungenau. Als Navigationshilfe nutzt er daher nichts.
