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Drei Viertel sind dagegen

08.11.2007
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"Haben Sie Angst vor dem Bundestrojaner?" Diese frage stellte der Tettnanger Schutz-Software-Hersteller Avira den Besuchern seiner Internet-Seite. 3000 haben geantwortet - und fast drei Viertel mit "Ja". 13 Prozent akzeptieren die staatliche Festplatten-Fahndung unter der Voraussetzung, dass die staatliche Schnüffelsoftware nur ganz gezielt eingesetzt wird. Knapp neun Prozent der Internetnutzer machen sich überhaupt keine Sorgen, denn ihre Devise lautet: "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten". Weitere vier Prozent verstehen die Aufregung bei diesem Thema nicht - sie halten den Bundestrojaner für keine ernstzunehmende Bedrohung, sondern ein Medien-Thema. Auch Avira-Geschäftsführer Tjark Auerbach beruhigt: "Der Bundestrojaner führt nicht automatisch zum gläsernen Internetnutzer." Grund: Ein Trojaner ist und bleibt eine Spionage-Software. Folge: Auch der Staat kommt nicht umhin, einem funktionierenden, massenwirksamen Bundestrojaner schadsoftware-typische Komponenten zu verpassen. Die so genannte heuristische Erkennung eines Virenscanners untersucht die Anhänge in E-Mails und Downloads genau auf jene verdächtigen Eigenschaften hin - und gibt gegebenenfalls Warnungen an den Anwender aus. "Damit sind für eine Antivirensoftware alle Trojaner gleich", so Auerbach.

Das Tettnanger Unternehmen Avira ist Mitglied der Initiative "IT Security Made in Germany" (ITSMIG) und hat als solches eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Darin wird versichert, dass das Avira-Schutzprogramm Antivir keine verdeckten Zugangskennungen und -mechanismen enthält, die Ermittlern unbemerkten Zugriff auf Computer ermöglichen. Das gilt sowohl für den privaten, als auch den beruflichen Einsatz. (nar)

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