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Das Handy als Passwort-Bunker

20.10.2007
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Geldautomat, Büro, Homebanking, Online-Einkauf, Internet-Auktion: Überall sichern Passwörter und PINs den Zugang ab. Doch wie soll man sich die möglichst kryptischen Codes merken? Und was, wenn man sie vergisst? Dann könnte das Handy helfen. Forscher am Fraunhofer-Institut SIT haben eine Software entwickelt, die Geheimnisse angeblich angriffssicher auf dem Mobiltelefon zur Verfügung stellt.

Das Problem: Es gibt zwar Management-Programme für Geheimkombinationen, diese helfen den Wissenschaftlern zufolge aber nicht in jeder Situation. So könnten beispielsweise Programme, die starke Passwörter generieren, nicht mit vorgegebenen PINs oder TANs umgehen. Auf dem PC wiederum nützen sie nichts, wenn die PIN am Geldautomaten oder an der Kasse benötigt wird. Mobile Datenträger wie USB-Sticks wiederum lassen sich vor Ort nicht auslesen.

Der Trick: Bei dem Mobilesitter genannten Tresor muss sich der Nutzer nur noch ein Master-Passwort merken, über das alle anderen Kennungen verwaltet werden. Dies liefert laut Projektleiter Ruben Wolf Hackern keinerlei Informationen bezüglich der hinterlegten Passwörter. "Angreifer können verschlüsselte Daten eines Handys normalerweise leicht auf einen Rechner übertragen und dort mit speziellen Hackertools Millionen von Master-Passwörtern innerhalb einer Sekunde ausprobieren", so Wolf. Dieser Trick funktioniert beim Mobilesitter deshalb nicht, weil das Programm bei Eingabe eines falschen Master-Passworts keine Fehlermeldungen liefert. Stattdessen generiert der Mobilesitter falsche Passwörter, die jedoch für den Datendieb nicht als solche zu erkennen sind. Laut Wolf ist die Software "mit den heutigen technischen Möglichkeiten" deshalb nicht zu knacken. Das gilt auch für andere Endgeräte, auf die sich laut den Fraunhofer-Forschern die Daten übertragen lassen.

Einschränkung: der Mobilesitter funktioniert nur auf Handys und PDAs mit der Programmierschnittstelle JavaME und einer Mindest-Display-Breite von 160 Pixeln. Der Mobilesitter ist demnächst unter www.mobilesitter.de erhältlich. Der Preis steht noch nicht fest. (nar)

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