„Das Oktoberfest hat sich etabliert“, stellt er fest. Seinen Schätzungen zufolge haben mehr als 100 000 Besucher das Angebot genutzt. Für das Jahr 2012 hat Hans Fetscher bereits weitere Programm-Ideen. Auch die Grenzüberschreitung und damit die konkrete Einbeziehung der Schweizer Seite will er weiter verfolgen.
Nicht nur abends waren die Festhallen sehr gut gefüllt. „Auch der Zulauf tagsüber war ausgezeichnet“, sagt Fetscher, was auch mit den optimalen Witterungsbedingungen zu tun hatte. „Und mit dem SÜDKURIER-Bummelpass, der extrem gut angenommen wurde“, so Fetscher. Selbst mit der Auslastung des Jugendzeltes ist der Festwirt nicht unzufrieden. „Es lief schon besser als im Vorjahr.“ Fetscher will an dem Angebot für Jugendliche festhalten, auch wenn es noch ein wenig dauern werde, bis das Konzept aufgehe. „Da muss man am Ball bleiben und die eine oder andere zusätzliche Aktion für die Jugendlichen bieten“, ist der Veranstalter überzeugt.
Am Eröffnungswochenende hatte es allerdings Probleme mit dem Service gegeben. Rund ein Dutzend Bedienungskräfte waren da nicht zur Arbeit erschienen. Viele Besucher beschwerten sich, weil sie nicht bedient worden waren. Solch einen unkalkulierbaren Personalengpass bekomme man nicht unverzüglich ausgeglichen, erklärte Fetscher rückblickend. Der Festveranstalter hatte nachträglich versucht, die unzufriedenen Gäste zufrieden zu stellen. Insgesamt appelliert Hans Fetscher aber auch an die Geduld der Besucher: „Die Service-Mitarbeiter haben eine Super-Leistung erbracht. Wenn auf einen Schlag eine Masse an Gästen ihre Bestellung aufgibt, dann dauert es halt auch seine Zeit.“
Aber insgesamt ist Hans Fetscher überzeugt, dass er die Oktoberfest-Besucher mit Programm und Service zufrieden stellen konnte. Der Auftritt der Kölner Kult-Band Höhner bleibt für ihn unvergessen. „Die Höhner waren anfangs skeptisch, in einem Festzelt aufzutreten, waren aber dann vollkommen begeistert, denn solch eine Stimmung hatten sie nicht erwartet“, erzählt Hans Fetscher und verrät: „Ich habe sogar die mündliche Zusage, dass sie nächstes Jahr wiederkommen.“ Mit den Geschwistern Hofmann will er allerdings nach drei Auftritten in Folge jetzt erst einmal pausieren. Momentan denkt er eher an Andrea Berg, Helene Fischer oder die Zillertaler Schürzenjäger. „Mal schauen, wen ich begeistern kann“, meint Hans Fetscher. Gleichzeitig arbeitet er auch an der Ausdehnung des Fest areals über die Grenze. „Wir müssen allerdings noch viel organisieren und auch Abklärungen bezüglich der Zollformalitäten treffen“, sagt er über die Erweiterung des Festgeländes auf die Kreuzlinger Seite. Schweizer Gastronomen hätten bereits signalisiert, dass sie sich einbringen würden.
Tausende Besucher strömen jedes Jahr zum Oktoberfest Konstanz, einem der größten Volksfeste am Bodensee. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Hotzenplotzer Musikanten, die Münchner Zwietracht, die Froschenkapelle Radolfzell, die Geschwister Hofmann, Allgäu Power, die Kultband Höhner, die Kastelruther Spatzen, Mickie Krause und Tim Toupet.

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