18. März 2010
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Panorama

Millionen sehen Trauerfeier für Michael Jackson

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Allein in Deutschland haben insgesamt bis zu zehn Millionen Fernsehzuschauer die Trauerfeier für Michael Jackson verfolgt.

Trauerfeier für Michael Jackson
Fans trauern um Michael Jackson
dpa

Mehrere Sender übertrugen die Show aus dem Staples Center. ARD und ZDF wurden laut Media Control am häufigsten eingeschaltet (3,84 und 3,31 Millionen Zuschauer). Die Nachrichtensender N24 und n-tv verbuchten überdurchschnittliche Quoten.

Die „Bild“-Zeitung titelte am Mittwoch „Michael Jackson im Gold-Sarg: Tochter rührt die Welt zu Tränen.“ Der Auftritt und die Worte der elfjährigen Paris („Seit ich geboren wurde, war Daddy der beste Vater, den man sich vorstellen kann“) galt vielen als emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung.

Rätsel um letzte Ruhestätte

Die Trauerfeier für Jackson blieb jedoch unter den Zuschauerzahlen für die Zeremonie für Prinzessin Diana am 6. September 1997, die damals mehr als 16 Millionen Menschen in Deutschland verfolgten.

Auch nach dem offiziellen Abschied blieb die letzte Ruhestätte des „King of Pop“ ein Geheimnis. Der Leichnam wurde nach Medienberichten an einen unbekannten Ort gebracht.

Eine Beerdigung auf dem Prominentenfriedhof in den Hügeln von Hollywood sei nicht geplant, berichtete der Internetdienst tmz.com. Jacksons Bruder Jermaine hatte gesagt, er wünsche sich eines Tages eine Bestattung auf der von dem Sänger so geliebten Neverland Ranch.

Anzeichen dafür gab es jedoch vorerst nicht. Die Trauerfeier im Staples Center von Los Angeles wurde in den US-Medien mehrheitlich als würdevoll und ergreifend gelobt.

Musikstars, Sportgrößen und Bürgerrechtler hatten den „King of Pop“ als Menschen, aber auch als Vorkämpfer für die Rechte der Schwarzen gewürdigt. „Er hat so viele Türen für uns geöffnet“, sagte der ebenfalls schwarze Ex-Basketballstar Magic Johnson.

Zahlreiche Zuschauer kämpfen mit den Tränen

Bürgerrechtler Al Sharpton, ein langjähriger Freund der Familie, hob Jacksons Rolle als Wegbereiter für farbige Künstler hervor. „Michael hat Schwarze, Weiße, Asiaten und Latinos zusammengebracht“, sagte er. „Michael hat uns gelehrt, uns gegenseitig zu lieben. Er hat uns gelehrt, zusammenzuhalten.“

Während der Reden war der über und über mit roten Rosen bedeckte Sarg vor der Bühne aufgebahrt, auf der der Sänger noch zwei Tage vor seinem Tod für seine geplanten Comeback-Konzerte in London geprobt hatte.

Musiker wie Mariah Carey, Queen Latifah und Stevie Wonder zollten dem Toten musikalisch Tribut. Als Oscarpreisträgerin Jennifer Hudson hochschwanger den Michael-Jackson-Song „Will You Be There“ vortrug und am Schluss Original-Teile des Lieds mit Jacksons Stimme eingespielt wurden, kämpften zahlreiche Zuschauer mit den Tränen.

Zuvor hatte sich die Familie gemeinsam mit ausgesuchten Gästen in einer privaten Zeremonie auf dem Forest Lawn Friedhof von dem Sänger verabschiedet. Sein Sarg wurde anschließend auf einer gesperrten Stadtautobahn zum Staples Center gebracht, wo viele Fans seit Stunden gewartet hatten.

Jackson war am 25. Juni mit 50 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Die Behörden ermitteln weiterhin, ob die mutmaßliche Medikamentensucht des Sängers Ursache für den Tod war.

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KOMMENTARE [1]
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szmtag
Also bitte...

von unbekannt 08.07.2009 17:28

Jetzt ist genug mit dem Michael-Jackson-Bulletin. Er ist tot und ich hoffe, dass er liegen bleibt.

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Autor: Aus Los Angeles Friedemann Diederichs
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