PolitikEr trickst und droht weiter [0]
Der Spezialist für Provokationen schlägt wieder zu. Irans intern angeschlagener Mahmud Präsident Ahmadinedschad (53) schert sich nicht um die Weltmeinung. Kaum schöpfte die Weltgemeinschaft ein wenig Hoffnung, da folgte der Gegenschlag. Bis Samstag hatte es ausgesehen, als werde der Iran einem Angebot zustimmen, sein Uran nach Russland zu bringen, wo es weiter angereichert werden soll, um in dem Forschungsreaktor bei Teheran eingesetzt werden zu können. Den Kompromiss hatte die Atomenergiebehörde (IAEA) ausgearbeitet und Ahmadinedschad deutete Bereitschaft zum Ja an. Doch nun beschuldigt Irans Präsident in altgewohnter Aggressivität den Westen, „Spielchen“ zu treiben und ließ am Montag den Leiter der Atombehörde, Ali Akbar Salehi, über den Beginn der Urananreicherung auf 20 Prozent im Iran informieren. Dann folgte die nächste Provokation: Das Fernsehen meldete den Beginn einer Serienproduktion von Drohnen, die auch Präzisionsangriffe durchführen könnten. Die Flugkörper sollen auch Israel erreichen können. Wie so oft dringen Widersprüche aus dem „Gottesstaat“. Während Ahmadinedschad einmal Einlenken gegenüber einem Atomkompromiss andeutet, eskaliert er den Konflikt, wann immer es ihm zweckmäßig erscheint. Doch er vermag bei dieser Strategie die Spaltungen im Regime nicht zu überdecken. So auch nun in der Frage der Anreicherung. Rasch versuchte der Atombeamte Salehi den Westen mit der Bemerkung zu beschwichtigen, die Anreicherung werde gestoppt, „sobald wir den Brennstoff aus dem Ausland erhalten“. Ahmadinedschad weist dies aber zurück: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“ Er beharrt auf der Absicht, keine Atomwaffen zu bauen. Der „Geistliche Führer“, Khamenei hatte vor wenigen Monaten gar eine Fetwa, (islamisches Rechtsgutachten) erlassen, in dem er das Verbot der Produktion von Atombomben klar festlegt. Doch die internationale Gemeinschaft lässt sich davon nicht überzeugen. Birgit Cerha Weitere Artikel zu: Politik, |



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