DeutschlandJanuar 2010: Im Vergleich kälter und trüber [0]
Nicht nur dank Tief „Daisy“ ist der Januar in diesem Jahr ein echter Wintermonat: Kälter, niederschlagsärmer und mit weniger Sonnenschein als im langjährigen Mittel - diese Bilanz zog der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag.
Mit minus 3,7 Grad war es im Durchschnitt 3,2 Grad kälter als sonst, die Sonne schien an 37 statt durchschnittlich 44 Stunden, und statt 61 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fielen nur 45 - meist als Schnee.
Nach Tief „Daisy“ lag ganz Deutschland unter einer geschlossenen Schneedecke. Ausgerechnet im sonst eher schneereichen Alpenvorland war diese aber vergleichsweise niedrig. Im Norden und Osten meldeten einige der deutschlandweit 2100 Messstationen hingegen mehr als 30 Zentimeter Schnee - etwa in Leipzig (34 Zentimeter) und Cottbus (32). Im Nordosten war es auch besonders streng winterlich. Hier sorgte Tief „Daisy“ am zweiten Januar-Wochenende für Sturmflut und meterhohe Schneeverwehungen. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs stieg das Thermometer nach DWD-Angaben überhaupt nicht oder nur sehr kurz über den Gefrierpunkt. In der zunächst kältesten Nacht des Jahres zum Mittwoch (27. Januar) wurden in Bad Muskau in der Oberlausitz minus 24,3 Grad gemessen. Am wärmsten war es mit plus 8,7 Grad am 17. Januar in Müllheim sowie am 18. Januar in Rheinau-Memprechtshofen und Emmendingen-Mundingen (alle Baden-Württemberg). Die ersten 25 Tage des Januars waren nach Angaben der Meteorologen auch extrem sonnenscheinarm. Nicht einmal einen halbe Stunde lang schien sie Sonne während dieser Zeit in Nürnberg. Vom 6. bis zum 19. Januar verzeichneten viele Stationen gar keinen Sonnenschein. Weitere Artikel zu: |


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