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Neben Nord Stream sind noch weitere Pipelines geplant, die Gas aus dem Osten nach Mittel- und Westeuropa bringen sollen.

South Stream: Diese Pipeline soll Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort bis nach Österreich und Italien bringen. Die 3600 Kilometer lange Leitung führt rund 900 Kilometer durch das Schwarze Meer, so wird die Ukraine umgangen.Mit dem Nachbarland befindet sich Russland in einem Dauerstreit um den Gastransit. Nach Vollendung der Leitung Ende 2015 ist eine Transportkapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr geplant. Das Projekt wird von Gazprom, Wintershall, der italienischen Eni-Gruppe und dem französischen EDF-Konzern betrieben.

Nabucco: Die von der EU unterstützte Pipeline ist eine Konkurrenz zu South Stream. Nabucco soll 2017 fertig sein und unter Umgehung Russlands Gas vom Kaspischen Meer in Zentralasien nach Europa pumpen – von der Türkei bis nach Österreich. Die EU verspricht sich von der 3300 Kilometer langen Leitung mehr Unabhängigkeit von Russland.

White Stream: Das Projekt, eine Initiative der Ukraine, soll Gas aus der Region des Kaspischen Meeres bis nach Westeuropa bringen. Die Pipeline beginnt Planungen zufolge in Georgien und führt bis in die Ukraine und Rumänien. Von dort soll das Gas in Europa verteilt werden. Die Kapazität soll von anfänglich 8 Milliarden auf 32 Milliarden Kubikmeter gesteigert werden. Erwartungen der Planer zufolge könnte die Pipeline 2016 den Betrieb aufnehmen.