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LebenundWissen Eine Rose für den Internet-Flirt

13.08.2010
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Die Definition ist sperrig. „Ein zwischenmenschlicher Kennlernprozess mit dem Ziel, die Bereitschaft zu einer erotisch-amourösen Beziehung auszuloten.

Das Wort online verlangt, dass die Anbahnung über das Internet abgewickelt wird.“ Oder kurz: Online-Dating. Über 40 Prozent der Singles in Europa daten online, sagt Henning Wiechers, der einen jährlichen Bericht über den Kontaktmarkt Internet erstellt. Der hat 2009 ein neues Rekordniveau erreicht: Knapp 180 Millionen Euro gaben Bundesbürger für die Online-Suche nach dem Traumpartner oder das Anbahnen erotischer Abenteuer übers Netz aus – achtmal mehr als 2003. Das macht immerhin rund 2,20 pro Einwohner.

Aktuell leben dem Bericht zufolge 5,4 Millionen Menschen in Deutschland mit einem Partner zusammen, den sie übers Internet kennengelernt haben. Monatlich sind hierzulande ungefähr sieben Millionen Singles auf Online-Datingplattformen aktiv, weitere drei Millionen suche Sexkontakte. Das Internet, findet Wiechers, habe das Verhalten bei der Partnersuche drastisch verändert: „Es ist so selbstverständlich wie Ausgehen geworden.“

Riesiges Haifischbecken

Insgesamt gibt es in Deutschland über 2000 entsprechende Plattformen. Die meisten sind allerdings mangels Mitgliedern uninteressant. Bei den klassischen Singlebörsen suchen die überwiegend 25-45 Jahre alten Mitglieder via Kontaktanzeige auf eher lockere Art nach Flirts. Online-Partnervermittlungen messen in einem Eingangstest Persönlichkeitsmerkmale und unterbreiten dann auf Basis paarpsychologischer Vergleiche Vorschläge. Hier geht es konkret um den Lebenspartner schlechthin, beim Adult-Dating dagegen um erotische Kontakte.
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