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12.10.2012  |  0 Kommentare

Wirtschaft Untergangspropheten, Schwarzseher oder Realisten?

„Die Vorsorgelüge“ ist eine Abrechnung der Journalisten Holger Balodis und Dagmar Hühne mit der privaten Altersvorsorge. Die Autoren stellen vielmehr die These auf, dass mehr private Altersvorsorge die Altersarmut noch verschärfe.Dazu liefern sie Zahlen, die erschrecken: Für mehr als 80 Prozent der Beitragszahler sind private Rentenverträge ein Verlustgeschäft.

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Als Gründe führen sie hohe Abschluss- und Verwaltungskosten, Stornoverluste oder auch mangelnden Schutz vor Inflation auf. Die großen Profiteure seien Versicherungen und der entlastete Staat. Die Fachjournalisten stellen zudem dar, wie bewusst und mit voller Absicht die gesetzliche Rente von Politikern und Lobbyisten demontiert wurde. So konnten erst private Rentenversicherungen wie beispielsweise die Riester- oder Rürup-Rente auf den Weg gebracht werden. Glaubt man den Autoren, kann der Bürger getrost auf eine private Rentenversicherung verzichten. Sie fordern dagegen, die gesetzliche Rente wieder zu stärken.

„Was machen die eigentlich mit meinem Geld?“, fragte sich der Journalist Malte Heynen. Genau wie andere Bundesbürger sorgte er sich darum, wie er sein Erspartes bewahren kann. Er begann zu recherchieren, wie sicher seine Geldanlagen sind und ging dem Irrgarten von Spekulation, gefährlichen Geschäften und sich selbst maßlos überschätzenden Analysten auf den Grund. Ist unser Finanzsystem, das doch die Aufgabe hat, die Kapitalströme in wirtschaftlich sinnvolle Unternehmungen zu lenken, wirklich so irrational, so marode, so betrügerisch?

Die Antwort in seinem Buch „Der Raubzug der Banken“: „Leider ja.“ Er schlussfolgert, dass wir nicht am Ende stehen, sondern erst am Anfang der großen Finanzkrise, die mit einem Crash enden wird, wenn das Bankensystem nicht radikal umgebaut wird. Malte Heynen stellt die Exzesse der Weltwirtschaft dar, beschreibt die Ursachen der vergangenen Krisen und zieht die Bilanz eines katastrophalen Scheiterns.

Der Finanzprofessor Max Otte gilt als Deutschlands Krisenprophet. In seinem 2006 veröffentlichten Wirtschaftsbestseller „Der Crash kommt“ hatte er eine große Finanzkrise vorausgesagt. Als sie 2007 tatsächlich eintrat, wurde Otte international bekannt. Er erwartete zutreffend, dass der US-Immobilienmarkt und Subprime-Papiere Auslöser der Krise sein würden. Die Globalisierung selbst habe, so schreibt er, eine große Blase erzeugt, die über kurz oder lang entweder schnell platzen oder langsam in sich zusammensinken muss. Zudem verrät er Anlagestrategien, die es ermöglichen sollen, eine Weltwirtschaftskrise zu überstehen.

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