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20.09.2012  |  0 Kommentare

Nürnberg (dpa) IAB-Studie: Arbeitslosigkeit steigt leicht

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) leicht steigen. Die Zahl der Erwerbslosen werde schon in den kommenden Monaten zunehmen.
Arbeitslosenzahlen

Schon in den kommenden Monaten dürfte die europäische Schuldenkrise auch den deutschen Arbeitsmarkt erreichen. Foto: Peter Endig  Bild: Foto: dpa

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Das teilte das IAB unter Berufung auf eine aktuelle Studie am Donnerstag mit. Die Nürnberger Forscher rechnen damit, dass 2013 mit im Schnitt 2,94 Millionen rund 40 000 Menschen mehr auf Jobsuche sein werden als noch in diesem Jahr.

Grund sei die europäische Schuldenkrise, die die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland überschatte. Während sich das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Halbjahr 2012 noch gegen den europäischen Trend behaupten konnte, werde sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte deutlich abschwächen und erst danach wieder erholen, prognostizierten die Forscher. Sie rechnen für 2012 und 2013 mit BIP-Wachstumsraten von 0,6 und 0,8 Prozent.

Für den Arbeitsmarkt werde die konjunkturelle Durststrecke keine gravierenden Konsequenzen haben, urteilten die IAB-Experten. Die Lage bleibe insgesamt stabil, weil viele Firmen ihre Mitarbeiter zu halten versuchen dürften. Nach der konjunkturellen Erholung im Jahresverlauf 2013 sei zudem wieder mit Verbesserungen am Arbeitsmarkt zu rechnen. Sollte sich die Eurokrise jedoch verschärfen und Deutschland in eine leichte Rezession rutschen, würde die Zahl der Erwerbslosen 2013 statt um 40 000 um 180 000 steigen.

Nach derzeitigem Stand gehen die Forscher jedoch von einem leichten Plus des BIP aus. Dies dürfte die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im kommenden Jahr mit 29,29 Millionen auf den höchsten Stand seit 1992 treiben. Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt den IAB-Berechnungen zufolge 2012 um 480 000, im Jahr 2013 um weitere 200 000 auf dann 41,85 Millionen zu. Dies liegt auch daran, dass derzeit so viele Menschen wie nie zuvor für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

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