Wenig später sprang sie allerdings über die Marke von 1,34 Dollar und erreichte bei 1,3446 ihren höchsten Stand seit fast einer Woche. Zuletzt wurden in New York 1,3428 Dollar für einen Euro gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3269 (Mittwoch: 1,3337) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7536 (0,7498) Euro.
Händler erklärten das heftige Auf und Ab an den Devisenmärkten mit der zunächst gestiegenen Unsicherheit aufgrund der Ankündigung eines Wertpapier-Ankaufprogramms der Bank of England, was neben dem Pfund auch den Euro geschwächt habe. Zudem hätten erste Aussagen von Jean-Claude Trichet dem Euro kurzzeitig etwas zugesetzt: Der EZB-Präsident hatte zu Beginn der Pressekonferenz zum Zinsentscheid von stärker werdenden Abwärtsrisiken für die Eurozone gesprochen, nachdem der Leitzins unverändert belassen wurde.
Dann habe die EZB den Euro-Kurs jedoch mit der Ankündigung effizienter Stabilisierungsinstrumente schnell wieder beflügelt, sagten Händler. Die Notenbank hatte zur Bekämpfung der Finanzkrise diverse Liquiditätsmaßnahmen beschlossen. Sie will für insgesamt 40 Milliarden Euro sogenannte "gedeckte Anleihen" kaufen, dazu zählen unter anderem die in Deutschland gängigen Pfandbriefe. Darüber hinaus stellt sie Geschäftsbanken erneut Liquidität über einen außergewöhnlich langen Zeitraum von einem Jahr bereit.
