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Wirtschaft Weniger Gewinn für Nestlé

Dem Schweizer Lebensmittel-Konzern macht der starke Franken zu schaffen. Im vergangenen Jahr sanken Umsatz und Gewinn.

Verbraucher dürften sich freuen: Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé, zu dem auch das Maggi-Werk in Singen gehört, rechnet in diesem Jahr nicht mit größeren Erhöhungen der Preise. „Wir gehen davon aus, dass unser Handelsumfeld 2016 den Vorjahren ähneln wird, mit noch schwächeren Preisanpassungen“, sagte Vorstandschef Paul Bulcke bei der Vorlage der Zahlen für 2015 im schweizerischen Vevey.

Vor allem in Asien hat das Unternehmen im Stammgeschäft Probleme, das ohne Einbezug der Preiserhöhungen sogar knapp schrumpfte. Die indische Lebensmittelaufsicht hatte Nestlé im Juni die Herstellung und den Verkauf von Instant-Nudeln der Marke Maggi untersagt, nachdem bei Tests in einigen Bundesstaaten erhöhte Bleiwerte entdeckt worden waren. Der Konzern nahm daraufhin Millionen von Nudelpackungen vom Markt, Produktion und Vertrieb standen für fünf Monate still.

Nestlé steuerte mit teuren Marketing- und Werbekampagnen gegen. Die Ausgaben für Marketing und Verwaltung kletterten um 5,6 Prozent. Das operative Ergebnis ging um 4,5 Prozent auf 13,38 Milliarden Schweizer Franken (12,13 Milliarden Euro) zurück. Das Betriebsergebnis mit Sondererträgen und -aufwendungen profitierte hingegen im Vorjahresvergleich von geringeren sonstigen Aufwendungen.

Wegen des starken Franken, der Exportprodukte außerhalb der Schweiz verteuert, geriet auch der Umsatz trotz eines Wachstums in einzelnen Märkten weiter unter Druck. Er verringerte sich um 3,1 Prozent auf 88,8 Milliarden Franken (80,4 Milliarden Euro). Unterm Strich stand ein Gewinn von 9,1 Milliarden Franken nach 14,5 Milliarden Franken im Vorjahr.

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