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Ein Raketenstart mit „Karacho“

Im Erlebnispark Tripsdrill wird eine neue Katapult-Achterbahn gebaut. Kalles Kuh hat sich auf der Baustelle einmal umgeschaut

Zur Zeit klafft noch ein riesiges Loch hinter dem Waschzuber-Rafting. Über 15 000 Kubikmeter Erde wurden bislang ausgebuddelt, das sind rund 1400 Lkw-Ladungen voll. Der Bagger, der in vier Metern Tiefe arbeitet, wirkt von oben wie ein Spielzeug. „Das größte Einzelfundament für die Stahlstützen wiegt 350 Tonnen“, so Bauingenieur Manfred Dietz zu Kalles Kuh. 30 Meter hoch, ebenso hoch wie die Kräne, die derzeit über der Grube thronen, werden die Schienen der Achterbahn später in die Luft führen. Gehalten von über 130 Stahlstützen.

Die Chefs von Tripsdrill – Benjamin Fischer, sein Vater Roland und Onkel Helmut – beschäftigen sich schon seit über vier Jahren mit dieser neuen Attraktion. Ob in den USA, Vereinigten Emiraten, Europa oder Japan: Überall auf der Welt haben die Fischers Katapult-Achterbahnen selbst getestet.

Und dann haben sie mit einem deutschen Spezial-Unternehmen über Monate hinweg „ihre“ Achterbahn entworfen. Man nennt das in der Fachsprache Layout. Herausgekommen ist eine in Europa einmalige 700 Meter lange Streckenführung. Nach dem Abschuss auf über 30 Meter Höhe folgen Steilkurven, schnelle Wechsel der Fliehkräfte, tiefe Stürze ins Dunkle und als Highlight vier Fahrelemente, in denen die Fahrgäste kopfüber unterwegs sind.

Den Namenszusatz Katapult hat diese Achterbahn nicht ohne Grund. Normalerweise werden die Wagen in einem Lift hinauf gezogen und dann durch die eigene Schwerkraft angetrieben. Ganz anders in Tripsdrill: Die Achterbahn beschleunigt ihre Fahrzeuge aus dem Stand – wie die Geschosse eines Katapults. Von null auf 100 km/h in 1,6 Sekunden – das fühlt sich wahrscheinlich an wie ein Raketenstart. Eröffnung ist voraussichtlich im Juni. (pap)

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