Für die Politik muss das genauso gelten. Die Diäten der Abgeordneten wurden zuletzt Anfang 2009 angehoben. Eine schrittweise Aufstockung ist also vertretbar.
Ärgerlich bleibt, dass sich die Volksvertreter um eine Reform gedrückt haben. Das gilt vor allem für die Altersvorsorgung. Nicht nur, dass Abgordnete keinen Cent für ihren Ruhestand einzahlen. Sie erwerben binnen weniger Jahre einen Pensionsanspruch, von dem ein Durchschnittsverdiener nach einem ganzen Arbeitsleben nur träumen kann. Eine schamlose Regelung beim Übergangsgeld ermöglicht es Parlamentariern obendrein, viel früher abschlagsfrei in den Ruhestand zu gehen, als nach ihrem eigenen Gesetz zur Rente mit 67. Wer so handelt, braucht sich nicht zu wundern, dass die Politikerverdrossenheit wächst. Glaubwürdigkeit buchstabiert sich anders.

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